Als wäre nicht genug allein für mich da

Texte der Popmusik – Texte der Bibel

Es kommt mir manchmal einfach so vor, als wäre nicht genug alleine für mich da. Thees Uhlmannn/Tomte

Gen 4,3ff

Es war nach Ablauf einer Zeit, da brachte Kain von der Frucht der Erde ein Opfer. Und auch Abel brachte gleichfalls von den Erstgeburten seiner Schafe und von deren besten. Da wandte sich Gott zu Abel und seinem Opfer, aber zu Kain und seinem Opfer wendete er sich nicht; es verdroß dies Kain sehr, und es senkte sich sein Angesicht.

Da sprach Gott zu Kain: Warum verdrießt es dich, und warum ist dein Angesicht gesenkt? Siehe, ob du deinen Vorzug zum Guten verwenden, oder nicht zum Guten verwenden wirst, dazu ruht die Sünde vor der Tür; ja zu dir geht ihr Sehnen, dass du sie beherrschest (Übersetzung: Samson Raphael Hirsch)

Wenn im Konfirmandenunterricht die Frage aufkommt, was Sünde ist, dann sage ich oft: Sünde (=Sund) ist alles das (Gefühle, Gedanken, Taten, Unterlassungen), was mich von Gott und von meinen Mitmenschen trennt. Aber meine Lieblingsdefinition von Sünde ist die von Thees Uhlmann aus dem Tomte-Stück „Das War Ich.“ Weiterlesen

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Wer hilft mir? Wem helfe ich?

Predigt auf dem Gemeindefest am 18.6.2017

Lk 10, 25-37

Liebe Gemeinde,

zunächst mal ganz herzlichen Dank an Dean, Janosch, Reinhard, Rolf und Sascha, dass sie uns die Jesus-Geschichte vom barmherzigen Samariter so eindrücklich vorgespielt haben. Das kommt auch nicht so oft vor, dass wir für ein Anspiel im Gottesdienst gleich fünf Männer zur Verfügung haben. Also nochmals: vielen Dank an Euch fünf.

Ihr habt aber nicht nur geholfen, die Geschichte einzuüben. Letzte Woche haben wir uns schon einmal getroffen und damit wir uns übers Helfen überhaupt unterhalten. Ich habe Euch Fragen gestellt und Ihr habt geantwortet. Wem hilfst Du? Wer hilft Dir? Und: Wer ist Dein Nächster, wer ist Deine Nächste? Wisst Ihr, was bei mir am meisten von Euren Antworten hängen geblieben ist? Dass ihr das gerne macht, anderen helfen, dass Euch das Spaß macht: Weiterlesen

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Wichtiger als unsere Angst

2017, 06, 05, Predigt auf dem Mühlenfest in Exter, 1. Mose 11,1-9

Liebe Menschen hier auf dem Mühlenfest, liebe Gemeinde!

Ein bunt zusammengewürfelter Haufen sind wir heute. Sicher nicht annähernd so bunt zusammen gewürfelt, wie die Menschen, die Pfingsten in Jerusalem mit dabei waren.

Die Namen aus all den Ländern, aus denen sie zum jüdischen Wochenfest nach Jerusalem gekommen waren, die haben wir in der Lesung erneut gehört. Auch altersmäßig dominiert eher meine Altersklasse aufwärts nach oben, aber immerhin. Es ist anders, als wenn ich bei uns in der Reformierten Kirche oder auf dem Bonneberg zum Gottesdienst gehe, da weiß ich ungefähr, welche Menschen mich erwarten.

Wenn ich hier zum Mühlenfest komme, ist das anders. Weiterlesen

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2 Bilder zur Jahreslosung 2017

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in eure Mitte geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.

Hesekiel 36,26

Wo wird etwas spürbar/sichtbar von dem neuen Herz und dem neuen Geist, den Gott versprochen hat, in unsere Mitte zu geben?

Ich muss an die Worte der Jahreslosung denken bei diesen Fotos, die ich während der gemeinsamen Konfirmandenfreizeit mit unserer Partnergemeinde aus Rimaszombat (Slowakei) im letzten Herbst in Prag aufgenommen habe: Weiterlesen

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Es ist gut für Euch, wenn ich gehe!

2017, 06, 04, Pfingsten, Predigt über J0h 16,5-15

Liebe Gemeinde!

Es ist gut für euch, wenn ich gehe. Wenn ich nämlich nicht gehe, wird der Tröster nicht zu euch kommen. Jesus sagt das zu seinen Schülern und Schülerinnen. Er sagt das heute an Pfingsten, am Fest des Heiligen Geistes zu uns. Er will, dass Gottes Tröster zu uns kommt, damit wir nicht den Mut verlieren. Er will, dass wir nicht uns selbst überlassen sind, dass da einer ist, der in der Lage ist, uns zu korrigieren, der uns nicht in unserem Trott verkommen lässt, sondern der uns an die Hand nimmt, damit wir uns trauen, einen neuen Schritt zu gehen. Jesus will, dass der Heilige Geist zu uns kommt, dass er in unserem Leben Raum gewinnt, dass er Besitz von uns ergreift, nicht wir von ihm, er von uns. Weiterlesen

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2017, 05, 28, Wen dürstet, der komme und trinke!

Predigt über Joh 7,37-39

Liebe Gemeinde!

Wonach hast Du Durst? Wonach hast Du am allermeisten Durst? Welcher Durst ist für Dich am dringlichsten, am lebensnotwendigsten? Speziell heute, besonders in diesen Tagen, in diesen Wochen, oder schon seit langer Zeit? Was es wirklich bedeutet, wenn kein Wasser da ist, wenn die Panik in Dir hochsteigt, dass Du verdursten wirst, wer von uns in Westeuropa kann sich das vorstellen? Wer kann ermessen wie schrecklich das ist. Ich kann das nicht, da kann das Thermometer heute noch so weit über 30 Grad klettern, ich hab das in meinem Leben bisher nicht ansatzweise erfahren müssen. Aber Jesus spricht nicht einfach von Durst nach Wasser, das unsere aufgesprungenen Lippen benetzt. Er spricht von Deinem und meinem Durst nach Leben.

Tut Lebensdurst genauso weh wie der Durst nach einem Schluck Wasser, der den Körper vorm Verdursten rettet? Körperlich tut es bestimmt nicht so weh. Aber in der Seele. Sind seelische Schmerzen weniger schlimm? Blöde Frage! Beides ist schlimm: Der Durst nach Wasser und der Durst nach Leben? Weiterlesen

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2017, 05, 21, Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe

 

 

 

 

 

 

 

Konfirmationspredigt über Joh 13,34f, Jubilate Kirche Bonneberg, 9.30 Uhr

Liebe Annalena, lieber Cedric, liebe Cinja, lieber David, lieber Erik, lieber Jamie, liebe Lena, liebe Lena, liebe Lina, lieber Lukas, liebe Marleen, liebe Monja, lieber Nico, lieber Nils, lieber Oliver, lieber Thilo, liebe Gemeinde!

Wir freuen uns darüber, dass wir gemeinsam mit Euch Konnfirmationn feiern dürfen. Die zwei Jahre mit Euch als Gruppe sind einerseits sehr schnell vergangen, aber andererseits habe ich auch das Gefühl: es ist ein langer Weg, der hinter uns liegt, ein langer Weg vom ersten Elternabend, vom ersten Unterrichtstag, den wir dichtgedrängt hier oben im eigentlich dafür zu kleinen Kindergottesdienstraum des Bonneberger Gemeindehauses verbracht haben, bis zu ihrem Konfirmationstag heute. Es ist viel passiert während dieser zwei Jahre, in Eurem, in meinem Leben. Es ist viel passiert, während der Stunden, die wir zusammen verbracht haben. Nichts geändert hat sich in den zwei Jahren an dem „Ja“,dass Gott zu Euch, zu jedem und zu jeder von uns gesprochen hat. Nichts hat sich daran geändert, dass Gott sei „Ja“, wenn es sein muss, auch gegen einseitig, trotz uns, durchhält und aufrecht erhält. Weiterlesen

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2017, 05, 20, Das Abendmahl, ein Schatz

Abendmahlsgottesdienst mit den Jugendlichen der Konfi-Gruppe                   und deren Eltern, Jubilate Kirche Bonneberg, 17 Uhr

2017, 05, 2017, 17 Uhr, Abendmahlsgottesdienst

Das Abendmahl ein Schatz

So lautet der Titel, unter dem wir das Thema „Abendmahl“ in den letzten Jahren meistens im Blockunterricht behandelt haben.

Nicht immer, aber oft sind Schätze verborgen. Sie wollen geborgen, gehoben, entdeckt sein. Wenn ich zu einem Menschen, den ich liebe, sage: Mein Schatz, dann scheint auf den ersten Blick offensichtlich zu, warum er, sie das für mich ist. Aber vielleicht bringe ich auch mit dieser Anrede zum Ausdruck, dass ich nicht glaube, den anderen, die andere bereits in- und auswendig zu kennen, sondern, dass ich mich dafür offen halte, dass ich fest damit rechne, dass es in dem Menschen, den ich mit mein Schatz anrede, noch so viele kostbare Dinge zu entdecken gibt, über die ich mir bisher noch gar nicht im Klaren bin. Weiterlesen

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14.05.2017, 9.30 Uhr, Vorstellungsgottesdienst in der St. Johannis Kirche, Predigt und Taufansprache

Gemeinsamer Vorstellungs-Gottesdienst der Luth. Kirchengemeinde Bonneberg und der Ref. St. Johannis Gemeinde Vlotho

„Christ werden, Christ bleiben, Taufe, Konfirmation und dann?“

Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft                                                           und im Brotbrechen und im Gebet.  Apg 2,42

Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: ich brauche euch nicht.    1. Kor 12,21

Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat,  als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes  1. Petr 4,10

Liebe Konfirmanden und Konfirmandinnen, liebe Gemeinde!

So Gott will und wir leben ist das heute auf absehbare Zeit das drittletzte Mal, dass wir mit allen, die nächste Woche in der Jubilate-Kirche Konfirmation feiern wollen, zusammen Gottesdienst feiern. Ich versuche, nein, ich versuche es nicht nur, sondern ich genieße diese letzten Male, in denen wir in dieser Zusammensetzung beisammen sind. Besonders beim letzen Blockunterricht am Samstag vor einer Woche hat mir die Gemeinschaft mit Euch richtig gut getan.

Ich bin traurig, dass diese regelmäßigen Zusammenkünfte mit Euch am nächsten Sonntag zu Ende sind. Ich habe das bei allen vorherigen Konfirmandengruppen so empfunden, auch, oft gerade bei den Gruppen, mit denen es zwischendurch auch schon mal nervig war. Ich fand’s mit Euch sehr selten nervig. Aber traurig bin ich, wie jedes Jahr. Wahrscheinlich denkt Ihr jetzt, na ja, so was muss der Pastor halt am Ende der Unterrichtszeit sagen, gehört sich so, macht man so. Ich bin Euch nicht böse, falls ihr so was denkt. Nur, ihr seid auf dem Holzweg, wenn ihr das annehmt. Ich sage nur, wie es ist, wie ich das empfinde. Es macht ein Gutteil des Glücks in meinem Beruf aus, dass ich viel mit Jugendlichen wie Euch zusammen sein darf. Weiterlesen

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Gemeinsame Presseerklärung der Luth. St. Stephan und der Ref. St. Johannis Gemeinde Vlotho

Gemeinsame Presseerklärung der Presbyterien der Ev. Kirchengemeinden St. Stephan und St. Johannis in Vlotho

Die Presbyterien der Ev. Kirchengemeinden St. Stephan und St. Johannis haben sich zu einem klärenden Gespräch getroffen, das von Superintendent Huneke moderiert wurde. Das Presbyterium von St. Johannis hatte schriftlich begründet, warum es den Leserbrief von dreizehn Gemeindegliedern abgedruckt hatte und gleichzeitig um Entschuldigung für die Verletzungen gebeten, die dieser Leserbrief bei Pastor Pehle und seinem Mann ausgelöst hat. Die Entschuldigung wurde angenommen. Das Presbyterium von St. Stephan kann nachvollziehen, dass das Presbyterium von St. Johannis in einem schwierigen Entscheidungsdilemma bzgl. der Veröffentlichung war. Beide Presbyterien sind sich einig, dass es sich hier nicht um einen Konflikt zwischen den Gemeinden handelt, sondern um einen Konflikt mit den dreizehn Unterzeichnern des Leserbriefs. Die Aussagen des Leserbriefs stehen im klaren Gegensatz zu den Positionen beider Presbyterien zum Thema Homosexualität.

Die beiden Presbyterien werden gemeinsam alles tun, um die im Zuge der Veröffentlichung entstanden Wunden zu heilen. Sie tun dies im Wissen, dass Jesus um die Einheit seiner Gemeinde betet „… Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien…“(Joh 17,20-21).

Sie glauben, dass die unterschiedlichen Glieder der Gemeinde gemeinsam den einen Leib Christi bilden: heterosexuell und homosexuell lebende Menschen, Verheiratete und Singles, Menschen, die sich selbst als evangelikal oder liberal, konservativ oder links verstehen usw.. : … „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind; so auch Christus… (1. Kor 12,12)

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