Kantate! Singt! ER ist gütig und SEINE Barmherzigkeit währt auf Weltzeit

Predigttext vom 10.05.2020

2. Chronik 5,2-14

(Bibeltext am Ende des Artikels)

 

Kantate, „Singt“, heißt der Sonntag, der in diesem Jahr auf den 10. Mai fällt, zwei Tage nach dem sich zum 75. Mal der Tag des Endes des 2. Weltkriegs jährt.

Möglicherweise mit einem Anflug von Neid richten sich unsere Blicke auf dieses große Fest in Jerusalem. König Salomo hat eingeladen. Und alle sind sie gekommen. Viele, viele Menschen sind dort öffentlich zusammengekommen: die angesehenen Verantwortungsträger, aber genauso die, die wir gerne als die einfachen Leute im Volk bezeichnen.

Alle wollen sie mit dabei sein an diesem Tag, an dem endlich der Tempel eingeweiht wird, der Ort, von dem Gott versprochen hat, dass sein Name dort inmitten der jüdischen Männer und Frauen wohnen soll. Salomos Vater David hätte so gerne selbst den Tempel gebaut. Aber Gott hat gesagt: Nein, Du hast zu viele Kriege geführt, David. An Deinen Händen klebt Blut. Weiterlesen

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Bleibt in meiner Liebe! Wer in mir bleibt, der bringt viel Frucht.

Predigttext, 3. Mai 2020: Johannes 15,1-10, 16-17

vollständiger Bibeltext am Ende des Artikels

Zu einer Frucht heranwachsen!

Einer sein, einer werden, der andere fröhlich macht;

eine, die anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubert!

Einer sein, eine werden, die anderen guttut!

Eine sein, einer werden, der sich selbst guttut; eine, die sich selbst leiden mag. Weiterlesen

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Predigt zum 19. April 2020: Jesaja 40,26-31

 

 

 

 

Hebt eure Augen in die Höhe und seht!                        

vollständiger Bibeltext                                   am Ende des Artikels

 

Gott meldet sich zu Wort und spricht, traut sich das zu, uns zu erreichen. Wie oft wünsche ich mir, dass Gott das tut, wenn ich morgens früh nach dem Aufwachen zu beten versuche, und in Gedanken wieder und wieder abschweife, keinen Ausweg aus meinem eigenen Gedankenkarussell finde oder von meiner Müdigkeit eingeholt werde, weil ich zu wenig geschlafen habe? Weiterlesen

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Lucy Dacus – Pillar of Truth/1. Kor. 12,10 – Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark

Songtext am Ende des Artikels

„Ich bin schwach, wenn ich Dich ansehe, eine Säule der Wahrheit, die zu Staub zerfällt.“ Lucy Dacus war 22 Jahre alt, als sie 2018 diese Hymne an ihre verstorbene Oma geschrieben hat. In einem anderen Stück hat sie sich selbst als  Nichtglaubende bezeichnet, jedenfalls nicht als eine Glaubende im traditionellen Sinn. Trotzdem hat Lucy Dacus in einem Interview für die Zeitschrift newsweek über „Pillar of Truth“ Folgendes gesagt:

„Das Stück handelt davon, meiner Großmutter beim Sterben zuzusehen, was eigentlich eine gute Erfahrung war. Ich habe viel von ihr gelernt. Sie ist auf ihren Tod mit solcher Anmut (grace) und Zufriedenheit und Ruhe zugegangen. Sie hat ihre eigene Beerdigung geplant. Sie hat die Lieder ausgesucht, die gespielt werden sollten. Sie hat neue Klavierlehrer für ihre Klavierschüler gefunden. Ich denke, die größte Lektion, die sie mich jemals gelehrt hat, war, wie man stirbt. Weiterlesen

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Ostergruß 2020

Jesus Christus spricht:
Ich lebe und ihr sollt auch leben!
Joh 14,19

 

 

 

 

 

Es kann nicht Frieden werden                                                                                                          bis deine Liebe siegt
bis dieser Kreis der Erden                                                                                                                   zu deinen Füßen liegt
bis dein Sohn im neuen Leben
die ausgesöhnte Welt
dem, der sie dir gegeben
vors Angesicht gestellt
Albert Knapp Weiterlesen

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…auf dass Gott sei Alles in Allen

Bibeltext, Ostersonntag (12.04.2020): 1. Kor. 15,19-28

19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus,  so sind wir die elendesten unter allen Menschen… (vollständiger Bibeltext siehe unten)

Die Bibel richtet unseren Blick nach vorne. Immer wieder, viele, viele Male. Heute, an Ostern, erst Recht. Nicht mit Gewalt, nicht um uns wehzutun. Sehr bestimmt tut sie das schon. Sie weiß, wie tief das in uns drin stecken kann: der Hang, uns irgendwohin zurückzusehnen, in eine Zeit, als alles noch besser und angeblich in Ordnung war; der Wunsch, die Zeit anhalten zu können, wenigsten das festhalten dürfen, was man hat; sich fügen in das, was ist, kann man ja doch nichts machen; und unsere Angst, unsere Panik, wie schlimm alles noch kommen mag. Weiterlesen

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Gebet zu Karfreitag, Gudrun Kuhn, Nürnberg

10. April 2020
Ach Gott – wie viel haben wir uns doch einfallen lassen, um den Tod erträglich zu machen. / Die eigene Trauerfeier geplant / die Abschiede sorgfältig für andere gestaltet. / Was uns alles wichtig war ­– die Farbe der Blumen, die Ausstattung des Sargs, die schönste Musik und die passendsten Bibelworte. / Würdig und trostreich sollte alles sein. // Ach Jesus – wie viel haben wir uns einfallen lassen, um deinen Tod erträglich zu machen. / Karfreitagsruhe, Fastenspeisen, Palmzweige und Prozessionen, die großartige Musik von Bach und Haydn, Museen voller Passionsbilder. // Jetzt aber, jetzt müssen wir lernen, wie erbärmlich und unfeierlich der Tod ist – Sterben ohne Angehörige, Leichen auf Gabelstaplern, Totensäcke in Kühlzelten, vielleicht bald Massengräber. // So war dein Tod auf Golgatha. Keine frommen Sprüche, keine Maria und kein Johannes unter dem Kreuz, kein Trost aus der Höhe. / Verlassen von Gott und den Menschen. / Erst jetzt ahnen wir, wie das gewesen sein muss. // Ach Gott – kannst du uns so hoffnungsvoll machen wie die Jüngerinnen und Jünger? Sie haben doch aus der Verzweiflung herausgefunden. AMEN

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Gott wir bitten dich für unsere Nachbarn

Von Sylvia Bukowski

Italien,
Land der Sehnsucht
so vieler von uns,
nun voller Orte des Schreckens.
So viele Tote,
so viel Trauer hinter verschlossenen Türen,
die Helfenden am Ende ihrer Kraft.
Und trotzdem
so viel Tapferkeit,
so viel gelebte Solidarität! Weiterlesen

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Ist jemand in Christus so ist er eine neue Schöpfung!

Karfreitag (10.04.2020): 2. Kor. 5,14-21

14 Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben… (vollständiger Text siehe unten!)

 

Die Liebe Christi aber drängt uns… so beginnt der diesjährige Bibeltext für Karfreitag. Karfreitag, der Tag, an dem Jesus draußen vor den Toren der Stadt Jerusalem zu Tode gefoltert wurde, ist der Tag der Liebe. Wenn nicht Karfreitag, welcher Tag dann?

Es ist wahrlich nicht der Tag der Liebe von uns Menschen. Nicht der Tag Deiner und meiner Liebe. Es ist der Tag, am dem es drauf ankommt. Der Tag, an dem Gott uns zeigt, wie ernst es ihm damit ist, das Werk seiner Hände niemals, unter keinen Umständen, preiszugeben. Es ist der Tag, an dem Gottes Karten offen liegen – der Tag, an dem Gott offenlegt, welches Risiko er eingeht, sich in seiner Liebe zu uns so verletzlich zu zeigen. Weiterlesen

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Roland Tober – Wer bist Du Gott?

Wer ist eigentlich Gott? Im Augenblick sind viele von uns damit beschäftigt, das eigene Leben neu zu strukturieren. Wir denken nach – vielleicht manchmal auch zu viel. Vielleicht auch zu grüblerisch. Da stellen sich ganz elementare Fragen. Wer sind wir Menschen eigentlich? Und wer bin ich? Wie wird mein Leben – und das Leben der Menschen um mich herum – wie wird das Leben in einem Jahr aussehen?Werden wir durch diese Krise durchkommen? Wenn ja, wie? Und Gott – wer bist du? Und wo bist du jetzt? Weiterlesen

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