{"id":929,"date":"2017-12-27T23:06:07","date_gmt":"2017-12-27T22:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=929"},"modified":"2017-12-27T23:07:48","modified_gmt":"2017-12-27T22:07:48","slug":"predigt-heiligabend-17-30","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=929","title":{"rendered":"Predigt Heiligabend 17.30"},"content":{"rendered":"<p>Jesaja 9,1-6\u00a0\u00a0 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht,<\/p>\n<p>und \u00fcber denen, die da wohnen\u00a0 im Tal der Todesschatten, scheint es hell!<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Liebe Gemeinde!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie viele <u>Menschen<\/u> an wie vielen verschiedenen Orten auf dieser <u>Erde<\/u> m\u00f6gen gemeinsam mit uns heute auf diese <u>Bibelworte<\/u> h\u00f6ren. Auf Grund der <u>Zeitverschiebungen<\/u> sicher nicht alle zu genau derselben <u>Uhrzeit<\/u>. Vielleicht noch nicht mal die <u>meisten<\/u> von Ihnen in einer geheizten, gem\u00fctlichen Kirche mit einem festlich geschm\u00fcckten Weihnachtsbaum wie <u>wir<\/u>. Die Geschwister in <u>Tambarare<\/u>, stelle ich mir vor, im Licht der warmen <u>Abend<\/u>sonne. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele finden sich heute um die alten Worte der <u>Bibel<\/u> zusammen, obwohl sie wissen, dass es <u>gef\u00e4hrlich<\/u> ist, dass sie riskieren, <u>verhaftet<\/u> zu werden. Und wie viele treffen sich notgedrungen in <u>privaten<\/u> R\u00e4umlichkeiten, weil ihre Kirche nach einem Bombenangriff unter Tr\u00fcmmern <u>begraben<\/u> liegt.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Heute ist <u>Sonntag<\/u>, der Tag <u>nach<\/u> dem Schabbat, aber irgendwo wird es sicher auch <u>j\u00fcdische<\/u> Menschen geben, die aus ihrem <u>eigenen<\/u> Blickwinkel ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig mit uns auf die Worte <u>Jesajas<\/u> richten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was k\u00e4me alles zur <u>Sprache<\/u>, wenn wir uns in kleinen Gruppen dar\u00fcber <u>austauschen<\/u> w\u00fcrden, was uns die Adventszeit \u00fcber <u>besch\u00e4ftigt<\/u>, <u>getroffen<\/u>, <u>angetrieben<\/u> hat? Sicher mehr als nur das St\u00f6hnen <u>dar\u00fcber<\/u>, wie <u>anstrengend<\/u> es trotz guter Vors\u00e4tze erneut gewesen ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Volk, das im <u>Finstern<\/u> wandelt, sieht ein gro\u00dfes <u>Licht<\/u> und \u00fcber denen, die da wohnen im Tal der Todesschatten, scheint es <u>hell<\/u>. Kein <u>Zweifel<\/u>, hier ist von <u>Gottes<\/u> Licht die Rede. Nicht vom Licht von <u>Scheinwerfern<\/u>, nicht von dem eines <u>Autos<\/u>, nicht von dem eines <u>Fu\u00dfballstadions. <\/u>Es ist auch nicht das traute, heimelige Licht der <u>Adventskerzen<\/u>. Ein <u>gro\u00dfes<\/u>, <u>helles<\/u> Licht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Licht, das an den ersten <u>Sch\u00f6pfungstag<\/u> erinnert, als Gott sein \u201eEs werde <u>Licht<\/u>!\u201c gesprochen hat. Ein Licht, das es mit der Finsternis <u>aufnimmt<\/u>, mit den verschiedensten <u>Formen<\/u> der Finsternis: mit der Gewalt in den Strukturen und <u>Unrechtsverh\u00e4ltnissen<\/u>, mit der k\u00f6rperlichen und seelischen <u>Grausamkeit<\/u>; dem <u>Druck<\/u>, neue <u>Steigerungsraten<\/u>, noch fettere <u>Rendite<\/u> zu erzielen; mit der Finsternis der verletzten, gedem\u00fctigten, vereinsamten <u>Seelen<\/u>; mit der Finsternis der Angst vor dem <u>Sterben<\/u>, mit der Finsternis der Angst <u>voreinander<\/u>, der Angst vor dem, was Dir <u>fremd<\/u> ist; der Angst, Dich <u>schwach<\/u>, <u>verletzlich<\/u> zu zeigen; der Angst, <u>Z\u00e4rtlichkeit<\/u> zuzulassen. Gottes <u>gro\u00dfes<\/u>, <u>helles<\/u>, klares <u>Licht<\/u>, dass es bitte mit unserer Finsternis <u>aufnehmen<\/u> soll.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Du weckst lauten <u>Jubel<\/u>! Du machst gro\u00df die <u>Freude<\/u>. Vor dir wird man sich <u>freuen<\/u>, wie man sich freut in der <u>Ernte<\/u>, wie man sich <u>freut<\/u>, wenn man <u>Beute<\/u> austeilt. Entweder <u>Gott<\/u> entz\u00fcndet in uns die Weihnachtsfreude oder <u>niemand<\/u> wird dazu in der Lage sein. Kein <u>Baum<\/u> und kein <u>Kerzen<\/u>schein, keine <u>Zahl<\/u> und Umfang der Geschenke kann sie uns <u>ersetzen<\/u>. Keine Entt\u00e4uschung \u00fcber den ausgebliebenen Schnee kann uns die <u>Freude<\/u> rauben, die Gott in uns <u>weckt<\/u>. Die <u>Lieder<\/u>, die wir singen, sie weisen uns darauf <u>hin<\/u>. Sie erz\u00e4hlen von dem <u>Grund<\/u> der Freude: von dem, was <u>Gott<\/u> uns in Aussicht stellt, von dem, wof\u00fcr er uns sein <u>Wort<\/u> gibt.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Friede auf Erden\u201c, singen die Engel, \u201ebei den <u>Menschen<\/u>, <u>die<\/u>, so unglaublich sich das auch <u>anh\u00f6rt<\/u>, Gott <u>wohl<\/u>gefallen, noch <u>immer<\/u>, nach allem, was wir <u>getan<\/u>; nach allem, was wir <u>unterlassen<\/u>; nach allem, was wir zu <u>verantworten<\/u> haben. Sie singen es auch f\u00fcr <u>uns<\/u>. Denn die Hirten sehen sich <u>au\u00dferstande<\/u>, diese Botschaft f\u00fcr <u>sich<\/u> zu behalten. Sie m\u00fcssen allen, die sie treffen, davon <u>weitererz\u00e4hlen<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesaja <u>erdet<\/u> f\u00fcr uns den hohen Lobgesang der Engel. Er erz\u00e4hlt in unmissverst\u00e4ndlichen <u>Worten<\/u>, <u>was<\/u> f\u00fcr einen Frieden Gott im Auge hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Du machst gro\u00df die <u>Freude<\/u>, denn du hast ihr dr\u00fcckendes <u>Joch<\/u>, die Jochstange auf ihrer <u>Schulter<\/u> und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage <u>Midians<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Denn jeder <u>Stiefel<\/u>, der mit Gedr\u00f6hn <u>dahergeht<\/u>, und jeder Mantel, durch <u>Blut<\/u> geschleift, wird <u>verbrannt<\/u> und vom <u>Feuer<\/u> verzehrt. Es gibt so viele <u>Arten<\/u> von Unfrieden auf Erden. Es gibt auch Krieg mit <u>Worten<\/u>, die tiefe, kaum zu heilende <u>Wunden<\/u> aufrei\u00dfen. Es gibt tiefen <u>Unfrieden<\/u>, der sich im Aneinander<u>vorbei<\/u>reden, im bewussten oder tragischen sich <u>Miss<\/u>verstehen, in l\u00e4hmendem, belastenden <u>Schweigen<\/u> zum Ausdruck kommt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Diese Art <u>Kriege<\/u>, diese Arten von <u>Unfrieden<\/u> sind nicht automatisch zu <u>Ende<\/u>, wenn die F\u00fc\u00dfe der Soldaten nicht mehr <u>marschieren<\/u>, ohne R\u00fccksicht <u>darauf<\/u>, wen sie unter dem Abdruck ihrer F\u00fc\u00dfe blutig zertreten. Sie sind nicht automatisch zu Ende, wenn keine <u>Bomben<\/u> mehr ausgeklinkt, keine Sprengstoffg\u00fcrtel mehr <u>gez\u00fcndet<\/u>, wenn keine Gefangenen mehr <u>gefoltert<\/u>, wenn keine Frauen mehr zur Kriegsbeute degradiert und <u>vergewaltigt<\/u>, wenn keine Schwangeren mehr <u>aufgeschlitzt<\/u>, wenn keine <u>Davidssterne<\/u> mehr verbrannt, wenn keine Forschungsgelder mehr f\u00fcr die Perfektionierung von <u>T\u00f6tungs<\/u>in-strumenten investiert werden. Aber dass es ein unfassbares <u>Wunder<\/u> w\u00e4re, in einer <u>Welt<\/u> zu leben, in der keine blutigen Kriege mit <u>Waffen<\/u> mehr gef\u00fchrt werden, wer w\u00e4re so <u>hartgesotten<\/u>, dass er nicht tief und befreit <u>aufatmen<\/u>, dass er dar\u00fcber nicht laut <u>jubeln<\/u> wird?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesaja und seine j\u00fcdischen Zuh\u00f6rer und Zuh\u00f6rerinnen in <u>Jerusalem<\/u>, die haben m\u00f6glicherweise an den assyrischen Herrscher <u>Sanherib<\/u> gedacht. Ein ums andere Mal hat er die Bewohner und Bewohnerinnen der Hauptstadt <u>verh\u00f6hnt<\/u>: Ihr glaubt doch wohl nicht <u>ernsthaft<\/u>, dass Euer Gott Euch vor mir <u>retten<\/u> kann. Und dann hat er wieder Erwarten pl\u00f6tzlich die Belagerung Jerusalems <u>abgebrochen<\/u>, ist mit seinem Heer zur\u00fcck nach <u>Assyrien<\/u> gekehrt und dort bald darauf <u>ermordet<\/u> worden. Ein Schlag von Gottes Engel hat <u>viele<\/u>, viele der assyrischen <u>Soldaten<\/u> getroffen, lesen wir bei <u>Jesaja<\/u>. Ob eine pl\u00f6tzliche <u>Seuche<\/u> unter den Soldaten ausgebrochen ist? Es war wie am <u>Tag<\/u>, als Gideon die <u>Midianiter<\/u> besiegt hat. Gott hat Schrecken und Verwirrung \u00fcber das feindliche <u>Herr<\/u> gebracht, ohne dass nur <u>ein<\/u> israelischer Soldat seinen <u>Finger<\/u> h\u00e4tte kr\u00fcmmen m\u00fcssen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Vorbei die <u>Angst<\/u>, Sklaven und Sklavinnen der <u>Assyer<\/u> zuwerden, Zerbrochen die <u>Jochstange<\/u>. Sie wird sie nicht mehr <u>knechten<\/u>, sie wird sie nicht mehr zu irrsinnigen <u>Tributen<\/u> zwingen k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein <u>Kind<\/u> ist uns geboren, ein <u>Sohn<\/u> ist uns geschenkt. Und die Herrschaft ruht auf seiner <u>Schulter<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ob Jesaja an unseren K\u00f6nig <u>Hiskia<\/u> gedacht hat?\u201c haben sich die Menschen in <u>Jerusalem<\/u> gefragt. Hiskia hat uns daran <u>erinnert<\/u>, wer unsere V\u00e4ter und M\u00fctter aus der \u00e4gyptischen <u>Sklaverei<\/u> befreit hat. Er hat uns daran <u>erinnert<\/u>, wer uns durch die W\u00fcste in dieses <u>Land<\/u> gebracht hat. Hiskia ist <u>anders<\/u> als so viele seiner Vorg\u00e4nger. An ihm wird Gott bestimmt seine <u>Freude<\/u> haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mit der Zeit hat sich <u>Ern\u00fcchterung<\/u> breit gemacht. <u>Ja<\/u>, Hiskia ist ein <u>guter<\/u> K\u00f6nig. Aber der <u>Friedef\u00fcrst<\/u>, von dem <u>Jesaja<\/u> gesprochen hat, ist er offensichtlich <u>nicht<\/u>. Schon unter Hiskias S\u00f6hnen geht die alte Leier von <u>neuem<\/u> los.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber die <u>Worte<\/u> Jesajas, die haben die Menschen nicht <u>losgelassen<\/u>. Sie haben sich in den K\u00f6pfen und Herzen <u>Nester<\/u> gebaut. Sie haben sich tief in die K\u00f6pfe <u>eingebrannt<\/u>. Sie haben die Herzen der Menschen nicht mehr <u>losgelassen<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Volk, das im <u>Finstern<\/u> wandelt, sieht ein gro\u00dfes <u>Licht<\/u>, \u00fcber <u>denen<\/u>, die da wohnen im Tal der <u>Todesschatten<\/u>, scheint es <u>hell<\/u>. Du weckst lauten <u>Jubel<\/u>, Du machst gro\u00df die <u>Freude<\/u>, bei <u>uns<\/u>, bei <u>allen<\/u>, die sich die Hoffnung auf eine grundlegende Kehrtwendung l\u00e4ngst <u>abge-schminkt<\/u> haben. Daf\u00fcr sind wir viel zu <u>abgekl\u00e4rt<\/u>, viel zu <u>realit\u00e4ts-bezogen<\/u>, viel zu <u>desillusioniert<\/u>, viele zu <u>entt\u00e4uschungs<\/u>gewohnt. Welche Anzeichen einer Wendung zum Bessern sollten wir denn am Heiligabend 2017 <u>geltend<\/u> machen. Dass die Wirtschaft in <u>unserem<\/u> und in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern weiter <u>w\u00e4chst<\/u>? <u>Keiner<\/u> der Menschen, die jetzt vor Weihnachten verst\u00e4rkt bei uns um eine kleine <u>Hilfe<\/u> anfragen, wird davon in irgendeiner Weise <u>profitieren<\/u>. Keines der afrikanischen <u>L\u00e4nder<\/u>, in denen sich Menschen auf den <u>verzweifelten<\/u>, oft genug Tod bringenden Weg nach <u>Europa<\/u> machen, <u>profitiert<\/u> davon, dass wir wirtschaftlich <u>wachsen<\/u>. Es f\u00f6rdert nicht ihre Entwicklung zur <u>Selbst\u00e4ndigkei<\/u>. Es ergibt keine win-win-Situation. Es vertieft nur die <u>Abh\u00e4ngigkeiten<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcber <u>denen<\/u>, die im Tal des <u>Todesschatten<\/u> sitzen, scheint es <u>hell<\/u>. Du weckst lauten <u>Jubel<\/u>. Jeder <u>Stiefel<\/u>, der mit <u>Gedr\u00f6hn<\/u> dahergeht, mit <u>Blut<\/u> besudelt, wird im <u>Feuer<\/u> verbrannt. Das ist die Stimme unseres <u>Gottes<\/u>. Das sind <u>seine<\/u> Worte, mit denen er sich unserer Versuchung, die Hoffnung <u>preis<\/u>zugeben, in den <u>Weg<\/u> stellt. Das sind <u>seine<\/u> Worte, mit denen er uns zur <u>Hilfe<\/u> eilt. In aller Anfechtung stark ist <u>seine<\/u> Hoffnung, die er in unsre <u>Welt<\/u> bringt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein <u>Kind<\/u> ist uns geboren, ein <u>Sohn<\/u> ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf <u>seiner<\/u> Schulter. Wir <u>Messias<\/u>-Leute, wir Christen und <u>Christinnen<\/u>, wir denken bei diesen Worten an das Kind in der <u>Futterkrippe<\/u>, dass dort seinen <u>Ort<\/u> gefunden hat, wo auf den ersten Blick kein Ort f\u00fcr es zu <u>sein<\/u> schien, dass von den Hirten auf die Worte der Engel hin <u>gefunden<\/u> wird und bei ihnen eine so gro\u00dfe <u>Freude<\/u> ausl\u00f6st, dass sie es unm\u00f6glich f\u00fcr <u>sich<\/u> behalten k\u00f6nnen: unb\u00e4ndige Freude <u>dar\u00fcber<\/u>, wie nahe Gott <u>denen<\/u> sein will, die sich <u>abgeschrieben<\/u> f\u00fchlen, die nicht viel <u>vorzuweisen<\/u> haben, au\u00dfer, dass sie treu f\u00fcr ihre <u>Tiere<\/u> sorgen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir denken an das <u>Kind<\/u>, dass nicht nur von <u>denen<\/u> besucht wird, in denen <u>N\u00e4he<\/u> es sich begeben hat, sondern auch von den <u>Weisen<\/u>, die aus der <u>Ferne<\/u> gekommen sind, die einen so weiten <u>Weg<\/u> auf sich genommen haben, um dem Stern des neugeborenen <u>K\u00f6nigs<\/u> zu folgen, um ihm ihre <u>Geschenke<\/u> zu bringen, und deren Besuch der <u>Ausl\u00f6ser<\/u> ist, das aus diesem Neugeborenen ein <u>Fl\u00fcchtlingskind<\/u> wird, weil der m\u00e4chtige Herodes sich vor der Macht dieses wehrlosen <u>S\u00e4uglings<\/u> f\u00fcrchtet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Indem wir bei Jesajas Worten an das <u>Kind<\/u> in der Krippe denken, legen wir das Gewicht dieser eindr\u00fccklichen <u>Namen<\/u>, die Last der <u>Erwartungen<\/u>, die von ihnen hervorgerufen werden, auf die zarten Schultern dieses <u>Kindes<\/u>. Wir <u>vertrauen<\/u> darauf, dass es sie <u>tragen<\/u> kann, dass es nicht darunter <u>zerbrechen<\/u> wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Hier<\/u>, in <u>Bethlehem<\/u>, ist noch nicht erschienen, was dieses Kind <u>sein<\/u> wird, aber wir <u>vertrauen<\/u> darauf, dass es diese Namen mit seinem <u>Leben<\/u> f\u00fcllen wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Wunderrat<\/u>. Welch wunderlich-wunderbaren Rat wird dieses Kind den <u>Menschen<\/u> geben: Geh <u>hin<\/u>, verkaufe <u>alles<\/u>, was du hast und gib dein Geld den <u>Armen<\/u> und Du wirst <u>leben<\/u>. Kommt her zu <u>mir<\/u> alle, die ihr m\u00fchselig und <u>beladen<\/u> seid, ich will euch <u>erquicken<\/u>. Wen <u>d\u00fcrstet<\/u>, der komme <u>zu<\/u> mir und trinke sich <u>satt<\/u>. Wer sein Leben verliert um <u>meinet-willen<\/u>, der wird\u2019s <u>gewinnen<\/u>. Wer unter euch der <u>erste<\/u> sein will, der sei der Diener <u>aller<\/u>. Nicht <u>sieben<\/u>, sondern sieben-Mal <u>siebzig<\/u>-Mal, <u>immer<\/u> sollst du deinem Bruder <u>vergeben<\/u>, wenn er dich darum <u>bittet<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nicht <u>Superman<\/u>, nicht Superman-<u>Woman<\/u>, sondern <u>Gott<\/u>-Held ist sein Name. Kein <u>Frauen<\/u>held, wenngleich auf seine Art sicher ein <u>Herzens<\/u>gewinnner. Keiner, dessen St\u00e4rke auf der Macht des <u>Geldes<\/u>, auf der Macht eines politischen <u>Amtes<\/u> beruht, sondern ein Held wie <u>Hugo<\/u>, <u>Toni<\/u>, Emma und Leo aus dem Club der roten <u>B\u00e4nder<\/u>, ein <u>Held<\/u> also, der um das Geheimnis der St\u00e4rke wei\u00df, die in den Schwachen <u>m\u00e4chtig<\/u> ist; <u>der<\/u>, der dieses Geheimnis der St\u00e4rke, die in den Schwachen m\u00e4chtig ist, <u>lebt<\/u>, von der Krippe bis zum Tod am <u>Kreuz<\/u> und durch den Tod <u>hindurch<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ewig-<u>Vater<\/u> ist sein Name. Auch das <u>geh\u00f6rt<\/u> zum Geheimnis der Macht, die von diesem <u>Kind<\/u> ausstrahlt: Es will nichts f\u00fcr <u>sich<\/u>, es <u>beansprucht<\/u> nichts f\u00fcr sich. Es <u>dient<\/u>, es sucht nicht <u>seine<\/u> Ehre, sondern die des ewigen <u>Vaters<\/u>, der sich auf Gedeih und Verderb mit seinen Menschen <u>verb\u00fcndet<\/u> hat. <u>Daraus<\/u> zieht dieses Kind seine Ehre: <u>Gottes<\/u> Reich zum Durchbruch zu verhelfen; anzusagen, wie <u>nahe<\/u> Gottes Reich ist; aus der Gewissheit der N\u00e4he von Gottes Reich heraus zu <u>leben<\/u>, hier und jetzt damit <u>anzufangen<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Friedef\u00fcrst<\/u> ist sein Name. Vielleicht sein <u>strittigster<\/u>, aber ich finde auch sein <u>wichtigster<\/u>, sein <u>sch\u00f6nster<\/u> Name. In <u>seinem<\/u> Namen verk\u00fcnden die Engel allen Menschen Frieden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich bin nicht gekommen, den <u>Frieden<\/u> zu bringen, sondern das <u>Schwert<\/u>, wird dieses Kind \u00fcber sich <u>selber<\/u> sagen, weil es ein Feind allen <u>faulen<\/u> Friedens, ein Feind aller leeren <u>Lippen<\/u>bekenntnisse, allen gef\u00fchlsduseligen <u>Harmonie<\/u>getues ist. Das Kind von Bethlehem wei\u00df nur zu <u>gut<\/u>, dass der <u>Frieden<\/u>, den es bringt, das Risiko auf sich nimmt, <u>anzuecken<\/u> oder gar <u>zur\u00fcck<\/u>gewiesen zu werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Es bringt nicht den Friede der immer schon <u>Gleich<\/u>gesinnten, die sich auf Anhieb <u>sympathisch<\/u> sind. Es lebt <u>den<\/u> Frieden, der darauf <u>aus<\/u> ist, auch das Herz der <u>Feinde<\/u> zu gewinnen. Es lebt den <u>Frieden<\/u>, der sich von niemandem verbieten l\u00e4sst, <u>Grenzen<\/u> zu \u00fcberschreiten, es lebt den <u>Frieden<\/u>, der nicht auf Angst und <u>Einsch\u00fcchterung<\/u> beruht. Es <u>lebt<\/u> den Frieden, indem es sich <u>selbst<\/u> aufs Spiel setzt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Seine Herrschaft wird ohne <u>Ende<\/u> sein, sagt Jesaja. Dar\u00fcber besteht unter den Menschen dieser Welt alles andere als <u>Konsens<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber das <u>bekennen<\/u> wir, die wir uns nach ihm <u>Christen<\/u> nennen. Darauf m\u00f6chten wir noch viel fester vertrauen, dass <u>er<\/u>, Jesus, den <u>Frieden<\/u> bringt, dass seine Herrschaft kein <u>Ende<\/u> hat. Um uns gegenseitig in diesem Vertrauen zu <u>st\u00e4rken<\/u>, um uns von <u>Gott<\/u> in diesem Vertrauen st\u00e4rken zu lassen, sind wir heute in die <u>Kirche<\/u> gekommen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dieses Kind ist das Zeichen, dem <u>widersprochen<\/u> wird. Darauf werden wir gefasst sein, wenn wir versuchen, diesem <u>Kind<\/u> nachzufolgen, wenn wir es bitten, uns zu helfen, die Wege zu gehen, die es selber geht. Es kann uns passieren, dass wir als weltfremd, als naiv, als fromme Spinner verschrien werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was <u>soll&#8217;s<\/u>. Warum sollte es uns besser ergehen als <u>ihm<\/u>. Lass Dich dadurch blo\u00df nicht <u>beirren<\/u>. Wir glauben an den <u>Gott<\/u>, der bei uns im Wort steht, lauten <u>Jubel<\/u> zu wecken; die Freude <u>gro\u00df<\/u> zu machen, bei denen, die im Tal der Todesschatten wohnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Herr<\/u>, lass allen, die im <u>Finstern<\/u> wohnen, dein gro\u00dfes, klares <u>Licht<\/u> leuchten. Lass es leuchten unter <u>uns<\/u>, an allen <u>Enden<\/u>, vertreibe du unsere <u>Finsternis<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Amen<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesaja 9,1-6\u00a0\u00a0 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen\u00a0 im Tal der Todesschatten, scheint es hell! Liebe Gemeinde! Wie viele Menschen an wie vielen verschiedenen Orten auf dieser Erde m\u00f6gen gemeinsam &hellip; <a href=\"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=929\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929"}],"collection":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=929"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":930,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929\/revisions\/930"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}