{"id":854,"date":"2017-06-26T12:22:52","date_gmt":"2017-06-26T11:22:52","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=854"},"modified":"2017-06-30T07:50:18","modified_gmt":"2017-06-30T06:50:18","slug":"als-waere-nicht-genug-allein-fuer-mich-da","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=854","title":{"rendered":"Als w\u00e4re nicht genug alleine f\u00fcr mich da"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vG12eZd5NR0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Texte der Popmusik \u2013 Texte der Bibel<\/b><\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es kommt mir manchmal einfach so vor, als w\u00e4re nicht genug alleine f\u00fcr mich da. Thees Uhlmannn\/Tomte<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #2300dc;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gen 4,3ff<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #2300dc;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es war nach Ablauf einer Zeit, da brachte Kain von der Frucht der Erde ein Opfer. Und auch Abel brachte gleichfalls von den Erstgeburten seiner Schafe und von deren besten. Da wandte sich Gott zu Abel und seinem Opfer, aber zu Kain und seinem Opfer wendete er sich nicht; es verdro\u00df dies Kain sehr, und es senkte sich sein Angesicht.<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"color: #2300dc;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Da sprach Gott zu Kain: Warum verdrie\u00dft es dich, und warum ist dein Angesicht gesenkt? Siehe, ob du deinen Vorzug zum Guten verwenden, oder nicht zum Guten verwenden wirst, dazu ruht die S\u00fcnde vor der T\u00fcr; ja zu dir geht ihr Sehnen, dass du sie beherrschest (\u00dcbersetzung: Samson Raphael Hirsch)<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wenn im Konfirmandenunterricht die Frage aufkommt, was S\u00fcnde ist, dann sage ich oft: S\u00fcnde (=Sund) ist alles das (Gef\u00fchle, Gedanken, Taten, Unterlassungen), was mich von Gott und von meinen Mitmenschen trennt. Aber meine Lieblingsdefinition von S\u00fcnde ist die von Thees Uhlmann aus dem Tomte-St\u00fcck &#8222;Das War Ich.&#8220; <\/span><\/strong><\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch wenn Thees Uhlmann auf der Begleit-DVD zum Album &#8222;Buchstaben \u00fcber der Stadt&#8220; seinen Konfirmator aufsucht, ich kann mir nicht vorstellen, dass er beim Schreiben dieser Textzeile an das Wort &#8222;S\u00fcnde&#8220; gedacht hat. Was soll&#8217;s! Es steckt immer mehr in einem Text, als das, was der Autor\/die Autorin selbst in ihn hineingelegt hat (Green Garthside, 1982).<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es ist die Definition, bei der ich mich mit meinem eigenen S\u00fcnder-Sein so gut wiederfinde. In diesen Worten wird klar, dass S\u00fcnde kein moralischer Begriff ist, etwas anderes als ein moralischer Defekt, der sich mit gutem Willen, Reue, Selbst-\/Fremdkritik beheben l\u00e4sst. S\u00fcnde ist das, was ich aus der Angst heraus tue, dass nicht genug alleine f\u00fcr mich da ist (ist \u00fcbrigens nicht weit weg von Luthers Beschreibung des S\u00fcnders als in sich selbst verkr\u00fcmmten Menschen): nicht genug Liebe, nicht genug Z\u00e4rtlichkeit, nicht genug Anerkennung, Aufmerksamkeit, Respekt, nicht genug Situationen, in denen ich merke, das ich gebraucht werde, dass ich wichtig bin.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was ich aus dieser Angst heraus tue, ist gef\u00e4hrlich, weil es, wahrlich nicht nur bei Kain, sogar auf Totschlag, auf Brudermord hinauslaufen kann. Diese Gefahr steckt in jedem von uns drin. Aber es kann, zumindest f\u00fcr die anderen, auch sehr moralisch, zuvorkommend, menschenfreundlich aussehen. Ich kann daf\u00fcr viel Beifall ernten. Und es bleibt trotzdem S\u00fcnde, etwas, was mich von den anderen trennt, weil ich es nicht frei von Berechnung, nicht aus Lust, voller Fr\u00f6hlichkeit, sondern aus der Angst heraus tue, dass es f\u00fcr mich alleine sonst nicht reichen k\u00f6nnte. <\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Vielleicht gibt es kein 100% s\u00fcndiges und kein 100% s\u00fcndfreies Tun. Oder gibt es bisweilen gl\u00fcckliche Ausnahmef\u00e4lle.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">&#8222;Manchmal kommt es mir so vor&#8220; schreibt Thees Uhlmann. Also zum Gl\u00fcck (l\u00e4ngst) nicht immer. Dass er das W\u00f6rtchen &#8222;allein&#8220; eingef\u00fcgt hat, macht die Sache so todtraurig. Todtraurige Vorstellung: Liebe, Respekt, Z\u00e4rtlichkeit, das Gef\u00fchl, gebraucht zu werden, nur f\u00fcr mich alleine haben zu wollen. Anstatt es zu genie\u00dfen, sie miteinander zu teilen.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Und trotzdem kenne ich diese Angst (genauso wie ich gottlob ihr Gegenteil kenne). Ich kenne die Panik, die diese Angst ausl\u00f6st. Das ist Gottes gr\u00f6\u00dftes Problem mit uns, wie er es hinbekommt, uns diese Angst zu nehmen, jeden Tag aufs Neue. Kain hat Gott diese Angst nicht nehmen k\u00f6nnen. Obwohl Gott Kain sofort auf seine Gedanken und Empfindungen angesprochen hat, bevor alles zu sp\u00e4t war. <\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gott hat in Christus sein Liebstes am Kreuz f\u00fcr uns dahingegeben und findet sich dennoch uns gegen\u00fcber weiterhin als Bittspieler wieder. Lasst Euch vers\u00f6hnen mit Gott! Warum glaubt Ihr mir meine Liebe nicht? Lasst Euch frei machen, die anderen zu lieben, anstatt darauf zu warten, von Ihnen geliebt zu werden! Lass Dich frei machen, an dem anderen zu achten, was Dir an ihm fremd und verschlossen bleibt. Es ist mehr als genug gemeinsam f\u00fcr Euch da. Welch ein Segen, dass Gott bereit bleibt, sich uns gegen\u00fcber aufs Bitten zu verlegen.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Winfried Reuter<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<h2>Tomte &#8211; Das war ich Songtext<\/h2>\n<p>das war ich, der den wegbrachte<br \/>\nden du am l\u00e4ngsten kennst.<br \/>\nund der tag an dem du laufen lernst<br \/>\nwerden wir zusammen gehen.<br \/>\nbis zu meiner trauer und zur\u00fcck.<br \/>\ndenn es kommt mir manchmal einfach so vor,<br \/>\nals w\u00e4re nicht genug alleine f\u00fcr mich da.<br \/>\nwenn es nicht mehr geht leihe ich dir ein ohr<br \/>\nund das hier ist die welt bitte sei stark&#8230;<br \/>\nauuhuu auuhuu<br \/>\nwenn es nicht mehr geht leih ich dir ein Ohr und das hier ist die Welt bitte sei stark<br \/>\ndu wirst verstehen,<br \/>\nwarum ich nicht in der lage war<br \/>\nversprechen zu leben,<br \/>\nversprechen zu geben.<br \/>\ndurch zu halten,<br \/>\ndir eine hilfe zu sein.<br \/>\nund deswegen hier f\u00fcr dich<br \/>\ndas einzige, was ich wirklich kann<br \/>\ndenn es kommt mir manchmal einfach so vor, als w\u00e4re nicht genug alleine f\u00fcr mich da, wenn es nicht mehr weiter geht leih ich dir ein ohr.<br \/>\nund das hier ist die welt bitte sei stark<br \/>\nauuhuu auuhuu<br \/>\nwenn es nicht mehr weiter geht leih ich dir ein Ohr und das hier ist die welt bitte sei stark<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Texte der Popmusik \u2013 Texte der Bibel Es kommt mir manchmal einfach so vor, als w\u00e4re nicht genug alleine f\u00fcr mich da. 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