{"id":558,"date":"2016-04-25T13:06:53","date_gmt":"2016-04-25T12:06:53","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=558"},"modified":"2016-06-09T12:28:51","modified_gmt":"2016-06-09T11:28:51","slug":"2016-04-24-predigt-konfirmation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=558","title":{"rendered":"2016, 04, 24, Predigt Konfirmation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Furcht ist nicht in der Liebe,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. Joh 4,18a<\/strong><\/p>\n<p>Lieber Benito, lieber Jan-Philipp, lieber Jannis, liebe Paulina, liebe Lara, lieber Tim-Benedikt, liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Als ich Euch vorgestern Abend hier in der Kirche <u>gefragt<\/u> habe, was Ihr Euch im Blick auf die heutige <u>Predigt<\/u> w\u00fcnscht, da wusste ich schon im Moment, als ich es <u>ausgesprochen<\/u> hatte, was Ihr <u>antworten<\/u> w\u00fcrdet: <u>das<\/u>, was Konfirmanden und Konfirmandinnen auf so eine Frage fast <u>immer<\/u> antworten: Blo\u00df nicht so lange!<!--more--><\/p>\n<p>Na, selbst in <u>Schuld<\/u>, wenn ich so frage, was soll ich Euch f\u00fcr Eure ehrliche Antwort <u>b\u00f6se<\/u> sein. Ist nicht <u>Euer<\/u>, ist <u>mein<\/u> Problem, ist meine <u>Verantwortung<\/u>, wenn ich es wieder und wieder nicht hinbekomme, <u>so<\/u> zu predigen, dass Ihr <u>Lust<\/u> habt, zuzuh\u00f6ren und dar\u00fcber <u>vergesst<\/u>, wie lang oder wie <u>kurz<\/u> es dauert. Ob das heute morgen <u>besser<\/u> gelingt, dass Ihr <u>Lust<\/u> bekommt, zuzuh\u00f6ren? Ich w\u00fcnsche mir das <u>sehr<\/u>, wie <u>immer<\/u>, wie an <u>jedem<\/u> Sonntag.<\/p>\n<p>Kurz ist jedenfalls der <u>Predigttext<\/u>, den ich ausgesucht habe.\u00a0 Es ist nicht mal ein vollst\u00e4ndiger <u>Bibelvers<\/u>: Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>, sondern die vollkommene Liebe treibt die <u>Furcht<\/u> aus. Ich mag diese <u>Worte<\/u> sehr. Ich habe schon in vielen Situationen <u>Kraft<\/u> aus diesen Worten gesch\u00f6pft. Ich wei\u00df, es ist immer eine <u>haarige<\/u> Sache, wenn man <u>versucht<\/u>, anderen mit seinen <u>Lieblingsworten<\/u>, seiner <u>Lieblingsmusik<\/u>, seinem <u>Lieblingsfilm<\/u> zu kommen. Damit habe ich mir schon oft die Finger und die <u>Lippen<\/u> verbrannt. Das h\u00e4tte mich fast dazu gebracht, noch mal nach einem <u>anderen<\/u> Text zu suchen. Aber ich hab meine Skrupel \u00fcber den <u>Haufen<\/u> geworfen. Ich m\u00f6chte Euch gerne diese <u>Worte<\/u> mit auf den Weg geben.<\/p>\n<p>Freude l\u00e4sst sich nicht <u>befehlen<\/u>, na <u>klar<\/u> doch. Aber am Tag an Eurer Konfirmation gibt es <u>viele<\/u> Gr\u00fcnde fr\u00f6hlich zu sein. F\u00fcr Eure <u>Familien<\/u>: dass die anstrengenden Vorbereitungsarbeiten nun doch alle irgendwie <u>fertig<\/u> geworden sind und es mit der Feier <u>losgehen<\/u> kann und alle Bef\u00fcrchtungen, dass das Essen <u>angebrannt<\/u> sein oder der Kuchen nicht <u>reichen<\/u> k\u00f6nnte, sich als v\u00f6llig <u>unbegr\u00fcndet<\/u> herausstellen werden.<\/p>\n<p>Vor allem aber f\u00fcr uns <u>alle<\/u>, f\u00fcr Eure Freundinnen und <u>Freunde<\/u>, f\u00fcr Eure Familie und f\u00fcr unsere <u>Gemeinde<\/u>, viel Grund fr\u00f6hlich und <u>dankbar<\/u> zu sein, dass es Euch sechs in unserer Gemeinde gibt: <u>Dich<\/u> Tim-Benedikt, Dich <u>Paulina<\/u>, Dich <u>Lara<\/u>, Dich <u>Jannis<\/u>, Dich Jan-<u>Philipp<\/u>, Dich <u>Benito<\/u>. Grund, fr\u00f6hlich und <u>dankbar<\/u> zu sein, dass Ihr Euch die zwei Jahre f\u00fcr den Konfirmandenunterricht <u>Zeit<\/u> genommen habt; f\u00fcr alle <u>Gespr\u00e4che<\/u>, die wir in dieser Zeit gef\u00fchrt haben; f\u00fcr alles, was wir zusammen <u>erlebt<\/u> haben; f\u00fcr das, was jeder und jede von Euch pers\u00f6nlich ausstrahlt und <u>einbringt<\/u>, f\u00fcr <u>das<\/u>, was Ihr in Euren Texten f\u00fcr den <u>Gemeindebrief<\/u> geschrieben habt. Und wenn die <u>drei<\/u> von Euch, die mit in <u>Hameln<\/u> waren, am Sonntagmittag dort in der Pizzeria einfach keine <u>Anstalten<\/u> machen, sich mal auf den Nachhauseweg nach <u>Vlotho<\/u> zu begeben, die Konfizeit so <u>ganz<\/u> schrecklich nicht gewesen sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWenn das heute so ein <u>fr\u00f6hlicher<\/u> Tag ist, warum haben Sie dann f\u00fcr uns einen <u>Predigttext<\/u> ausgesucht, der mit dem Wort <u>Furcht<\/u> beginnt?\u201c k\u00f6nntet ihr mich fragen.<\/p>\n<p>Aber er f\u00e4ngt doch nur damit <u>an<\/u>. <u>Wichtig<\/u> ist, dass es etwas gibt, das <u>st\u00e4rker<\/u> ist alle Furcht, etwas, dass alle Furcht <u>besiegt<\/u>, das die Furcht <u>austreibt<\/u>: die <u>Liebe<\/u>, <u>Gottes<\/u> Liebe mal ganz <u>bestimmt<\/u>. Wenn ihr so <u>fragt<\/u>, werde ich euch das sicher <u>entgegnen<\/u>. <u>Nur<\/u>, es ist schon in Ordnung, dass das Wort \u201eFurcht\u201c <u>vorkommt<\/u>, dass es mit <u>drin<\/u>steht. Auch wenn heute Euer <u>Konfirmations<\/u>gottesdienst ist. Es ist <u>gut<\/u>, dass es mit drinsteht, gerade <u>weil<\/u> Ihr heute Konfirmation feiert.<\/p>\n<p>Es geht um <u>das<\/u>, was Deiner <u>Furcht<\/u>, was Deiner Angst <u>gewachsen<\/u> ist. Darauf kommt es <u>an<\/u>.<\/p>\n<p>Aber die Bibel <u>scheut<\/u> sich nicht, <u>anzusprechen<\/u>, wovor Du Dich <u>f\u00fcrchtest<\/u>, was Dir Angst macht. Sie blendet das nicht <u>aus<\/u>. Auch nicht <u>heute<\/u>. Ein <u>Indianer<\/u>, eine Indianerin kennt keinen <u>Schmerz!<\/u> So bl\u00f6d ist nat\u00fcrlich <u>niemand<\/u> von Euch, dass <u>er<\/u>, das sie das \u00fcber sich selbst <u>behaupten<\/u> w\u00fcrde, auch ihr vier <u>Jungs<\/u> nicht.<\/p>\n<p>Aber man muss mit <u>dem<\/u>, wovor man sich <u>f\u00fcrchtet<\/u>, was einem Angst und <u>Kopf<\/u>zerbrechen macht, ja nicht <u>hausieren<\/u> gehen. Das m\u00fcssen die anderen ja nicht <u>mit<\/u>bekommen, dass Du Dir ernsthaft Sorgen wegen Deiner <u>Noten<\/u> machst, dass Dir <u>das<\/u>, was die <u>anderen<\/u> \u00fcber Dich sagen, wie viel mehr an die <u>Nieren<\/u> geht, als Du Dir <u>anmerken<\/u> l\u00e4sst, dass Du in vielen Dingen viel <u>unsicherer<\/u> bist, als Du die anderen <u>glauben<\/u> machst, und dass Du an Dingen, die f\u00fcr andere nur ein <u>Klacks<\/u> sind, richtig zu <u>knapsen<\/u> hast.<\/p>\n<p>Das m\u00fcssen wirklich nicht alle aus deiner <u>Klasse<\/u>, nicht alle aus Deiner Unterrichtsgruppe <u>mit<\/u>bekommen. K\u00f6nnte sehr leicht <u>passieren<\/u>, dass sie nur ihr <u>S\u00fcppchen<\/u> darauf kochen. Es <u>reicht<\/u>, wenn Dein bester <u>Freund<\/u> davon wei\u00df, wenn Du Deinen <u>Eltern<\/u> Sachen anvertraust. Und dann gibt es <u>Sachen<\/u>, die Dir <u>Angst<\/u> machen, die <u>k\u00f6nnen<\/u> alle anderen nur <u>teilweise<\/u> verstehen, selbst <u>wenn<\/u> Du Dich ihnen anvertraust.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Darum ist es wichtig, dass das Wort \u201eFurcht\u201c mit <u>drin<\/u>steht. Du sollst <u>wissen<\/u>, dass Gott mit <u>allen<\/u> Fasern Deines Lebens, mit <u>allen<\/u> Deinen Lebensumst\u00e4nden vertraut ist, mit allem, was Du heute morgen <u>mitgebracht<\/u> hast, mit <u>allem<\/u>, was Dich ausmacht, mit Deinen <u>Tr\u00e4nen<\/u> und mit Deinem Lachen. Er traut sich <u>zu<\/u>, <u>allem<\/u>, was Dich betrifft, <u>gewachsen<\/u> zu sein, heute, und an jedem <u>neuen<\/u> Tag, der <u>vor<\/u> Dir liegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>, sondern die <u>vollkommene<\/u> Liebe treibt die Furcht <u>aus<\/u>. Ist schon ne irrsinnige <u>Sache<\/u>, das zu behaupten. Ist <u>irrsinnig<\/u>, der <u>Angst<\/u> und der <u>Furcht<\/u> keine <u>Schutzgr\u00e4ben<\/u>, keine einsch\u00fcchternden <u>Droh<\/u>geb\u00e4rden, keine <u>Waffen<\/u>, keine <u>Trenn<\/u>z\u00e4une, kein in sich <u>Verkriechen<\/u>, kein unter sich und seines <u>Gleichen<\/u> bleiben, sondern ausgerechnet die <u>Liebe<\/u> entgegen zu setzen, <u>ausschlie\u00dflich<\/u> die Liebe, nichts <u>anderes<\/u>.<\/p>\n<p>Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>. Das gilt zun\u00e4chst f\u00fcr Gottes Liebe <u>selbst<\/u>. Es gilt f\u00fcr die Art und <u>Weise<\/u>, in der Gott Dich und mich <u>liebt<\/u>. In Gottes Liebe zu Dir ist keine <u>Furcht<\/u>. Gott <u>f\u00fcrchtet<\/u> sich nicht vor Dir. Gott <u>f\u00fcrchtet<\/u> sich nicht davor, wie Du auf seine Liebe <u>reagierst<\/u>. Seine Liebe <u>f\u00fcrchtet<\/u> sich nicht davor, von Dir <u>zur\u00fcck<\/u>gewiesen zu werden. Sie ist frei von <u>Verlust<\/u>angst. Sie hat keine <u>Angst<\/u>, dass Du ihm <u>verloren<\/u> gehen k\u00f6nntest. Dass Du jetzt <u>blo\u00df<\/u> nicht auf die <u>Quatsch<\/u>idee kommst, als w\u00e4re Gott <u>egal<\/u>, wie Du auf ihn und seine Liebe <u>reagierst<\/u>,\u00a0 als lie\u00dfe ihn das <u>kalt<\/u>, als w\u00fcrde ihm das nicht <u>weh<\/u> tun, wenn Du seine Liebe zur\u00fcckweist. Aber wie weh ihm das auch <u>tut<\/u>. Er <u>f\u00fcrchtet<\/u> sich nicht vor Deiner Zur\u00fcckweisung.<\/p>\n<p>Er l\u00e4sst sich von keiner <u>Verlustangst<\/u> leiten. Er l\u00e4sst sich nur von seiner <u>Liebe<\/u> leiten. Denk an den Vater mit den beiden S\u00f6hnen in der <u>Geschichte<\/u>, die <u>Jesus<\/u> \u00fcber Gottes Liebe erz\u00e4hlt.. So sehr es dem Vater das <u>Herz<\/u> zerrei\u00dft, als sein j\u00fcngerer Sohn sich das Erbe <u>ausbezahlen<\/u> l\u00e4sst, weil er in die <u>Welt<\/u> hinaus will, endlich <u>weg<\/u> von seinem Vater: Der Vater l\u00e4sst ihn <u>ziehen<\/u>. Er macht ihm keine <u>Vorw\u00fcrfe<\/u>. Er redet mit keinem Wort auf ihn <u>ein<\/u>.<\/p>\n<p>Er sagt nicht \u201eWas tust Du mir blo\u00df <u>an<\/u>! Was habe ich Dir blo\u00df <u>getan<\/u>? Er gibt sein geliebtes Kind <u>frei<\/u>. Aber er <u>wartet<\/u> jeden Tag. Er h\u00f6rt nicht <u>auf<\/u>, auf den Tag zu <u>hoffen<\/u>, an dem sein Sohn zu ihm <u>zur\u00fcck<\/u>kehren wird. Er sehnt den Tag <u>herbei<\/u>, an dem er sein Kind wieder in die <u>Arme<\/u> schlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>, sondern die <u>vollkommene<\/u> Liebe treibt die Furcht <u>aus<\/u>. Was <u>tut<\/u> Gottes Liebe, um Deine Furcht <u>aus<\/u>zutreiben? Was <u>tut<\/u> Gottes Liebe, um es mit meiner <u>Angst<\/u> aufzunehmen, mit meiner Angst vor dem, was die <u>anderen<\/u> \u00fcber mich sagen und denken, mit meiner <u>Angst<\/u>, ob ich mit den anderen <u>mithalten<\/u> kann, mit meiner Angst, den anderen Menschen zu <u>verlieren<\/u>?<\/p>\n<p>Das <u>erste<\/u>, was Gott tut: Er <u>erinnert<\/u> mich an seine Liebe, er l\u00e4sst mir <u>ausrichten<\/u>, dass sie <u>da<\/u> ist, dass sie <u>existiert<\/u>. Er <u>erinnert<\/u> mich, dass seine Liebe mich <u>sucht, <\/u>dass sie nicht <u>abwartet<\/u>, was ich <u>tun<\/u> werde, sondern dass sie den <u>ersten<\/u>, <u>verbindlichen<\/u>, entscheidenden Schritt auf mich <u>zugegangen<\/u>, dass sie dahinter nie wieder <u>zur\u00fcck<\/u>gehen wird. Er l\u00e4sst mir immer wieder vor <u>Augen<\/u> malen, dass er seine Welt so sehr <u>geliebt<\/u> hat, dass er seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus in unsere <u>Welt<\/u> gesandt, dass Jesus sich unschuldig hat <u>verraten<\/u>, <u>verleugnen<\/u>, <u>verspotten<\/u>, <u>hinrichten<\/u> lassen, ohne <u>zur\u00fcck<\/u>zuschlagen, ohne die <u>Verbindung<\/u> zu uns zu kappen, nur damit wir Gott endlich seine Liebe <u>glauben<\/u>, ihm glauben wie <u>bedingungslos<\/u>, wie <u>unwiderruflich<\/u> sie ist.<\/p>\n<p>Wenn Du an Gottes Liebe <u>zweifelst<\/u>, wenn Du dir <u>unsicher<\/u> bist, wenn Du Dich fragst, ob sie <u>Dir<\/u> gilt, ob Du es <u>wert<\/u> bist, dann denk an <u>das<\/u>, was Gottes geliebter Sohn f\u00fcr seine <u>Welt<\/u> und damit f\u00fcr <u>Dich<\/u> getan hat. Wenn Du Dich <u>fragst<\/u>, warum es <u>Sinn<\/u> machen k\u00f6nnte, Dich auch nach der Konfirmation an einem Sonntagmorgen aus dem <u>Bett<\/u> zu qu\u00e4len und zum <u>Gottesdienst<\/u> zu gehen, hier ist der <u>wichtigste<\/u> Grund: weil Du hier von Gottes <u>Liebe<\/u> h\u00f6rst, weil Gott Dir hier damit <u>dient<\/u>, dass er sich bei Dir mit seiner Liebe in <u>Erinnerung<\/u> bringt. Tu&#8217;s nicht Deinem <u>Pastor<\/u>, tu&#8217;s nicht Deiner <u>Gemeinde<\/u> zuliebe. Tu&#8217;s f\u00fcr <u>Dich<\/u>!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das zweite, was Gott tut, um Deine Furcht mit seiner <u>Liebe<\/u> auszutreiben. Er ist dein bester <u>Zuh\u00f6rer<\/u>. Er steht Dir rund um die Uhr zur <u>Verf\u00fcgung<\/u>, Tag und <u>Nacht<\/u>.<\/p>\n<p>Es ist <u>toll<\/u>, wenn du <u>Menschen<\/u> hast, die Dir <u>zuh\u00f6ren<\/u>: <u>Freunde<\/u>, <u>Freundinnen<\/u>, vielleicht Deine <u>Eltern<\/u>, wer auch <u>immer<\/u>. Das ist ein nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzendes <u>Geschenk<\/u>. Und es ist ganz <u>bestimmt<\/u> etwas, worum Du Gott <u>bitten<\/u> darfst: dass Du solche Menschen <u>findest<\/u>, dass er Dir Menschen zeigt, die Dein <u>Vertrauen<\/u> verdienen, die Dich nicht mit ein paar schnellen <u>Rat<\/u>schl\u00e4gen abspeisen, Menschen, bei denen Du Dich darauf <u>verlassen<\/u> kannst, dass sie <u>verschwiegen<\/u> sind, bei denen Du keinen auf <u>stark<\/u> machen musst.<\/p>\n<p>Dein bester Zuh\u00f6rer bleibt Dein <u>Gott<\/u>, <u>weil<\/u>: Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>. Es <u>gibt<\/u>, wenn Du mit <u>Gott<\/u> redest, absolut <u>nichts<\/u>, was Du zu <u>bef\u00fcrchten<\/u> hast. Du musst Dich nicht davor f\u00fcrchten, dass er <u>beleidigt<\/u>, <u>gekr\u00e4nkt<\/u> reagiert, dass er Dich <u>falsch<\/u>, dass er Dich <u>miss<\/u>versteht, dass er Dir den <u>Mund<\/u> verbietet, dass Du ihn <u>schockierst<\/u>. Es gibt kein Wort auf Deiner Zunge, dass er nicht schon <u>w\u00fcsste<\/u>. Er versteht Deine Gedanken von <u>ferne<\/u>.<\/p>\n<p>Wenn Du mit einem <u>Menschen<\/u> sprichst, wird es immer <u>Momente<\/u> geben, wo Du <u>\u00fcberlegst<\/u>, ob Du das jetzt auch noch <u>preisgeben<\/u> sollst;\u00a0 ob Du das dem <u>andren<\/u>, der anderen noch <u>zumuten<\/u> kannst; ob Sie das <u>verkraftet<\/u>, wenn Du ihr das vorwirfst; ich brauch Dir das nicht <u>aufzuz\u00e4hlen<\/u>, das wei\u00dft Du <u>selbst<\/u>.<\/p>\n<p>Mit Gott kannst Du \u00fcber alles <u>spr,echen<\/u>: \u00fcber Deinen <u>Hass<\/u>, \u00fcber Deine <u>Wut<\/u>, auch \u00fcber Deine Wut auf <u>ihn<\/u>. Du kannst mit ihm \u00fcber Deine <u>Eifersucht<\/u> sprechen, Deinen <u>Neid<\/u>, Deinen krankhaften <u>Ehrgeiz<\/u>, Deinen grenzenlosen <u>Egoismus<\/u>, deine <u>Schadenfreude<\/u>, \u00fcber <u>dass<\/u>, was Du Deinen <u>Eltern<\/u>, was Du Deinen besten Freunden an den <u>Hals<\/u> w\u00fcnschst. Der Punkt ist nicht, dass er das alles <u>sowieso<\/u> wei\u00df. Der <u>Punkt<\/u> ist, dass er es <u>wei\u00df<\/u> und Dir weiter <u>zuh\u00f6rt<\/u>, Dich nicht <u>verurteilt<\/u>, Dich trotzdem <u>ertr\u00e4gt<\/u>, Dich mit all Deinem <u>Wust<\/u>, den Du gar nicht richtig in Worte <u>fassen<\/u> kannst, ertr\u00e4gt und Dich keinen Deut <u>weniger<\/u> lieb hat als wenn er von all dem keinen blassen <u>Schimmer<\/u> h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Das <u>dritte<\/u>, was Gott tut, um mit seiner Liebe Deine <u>Furcht<\/u> auszutreiben: Er versucht, Dich <u>dazu<\/u> zu bringen, dass Du Dich von seiner Liebe <u>anstecken<\/u> l\u00e4sst. Er <u>hofft<\/u>, Dich <u>dazu<\/u> zu bringen, dass Du es wagst, Deinen Hass <u>los<\/u>zulassen, Dein <u>Gekr\u00e4nkt<\/u>sein, Deinen Neid auf das, was die <u>anderen<\/u> k\u00f6nnen und was Du <u>nicht<\/u> kannst, Deine Angst vor dem, was die anderen \u00fcber Dich <u>sagen<\/u>. Er <u>hofft<\/u>, dass Du Dich von ihm anstecken l\u00e4sst, andere Menschen zu <u>lieben<\/u>, Menschen, die Dir sehr <u>nahe<\/u> stehen, und Menschen, die Dir <u>noch<\/u> oder pl\u00f6tzlich sehr <u>fremd<\/u> sind. Er hofft, dass Du es <u>wagst<\/u>, sie <u>vorbehaltlos<\/u>, ohne Bedingungen zu stellen, zu <u>lieben<\/u>, ohne zu wissen, was daraus <u>wird<\/u>, ohne Dich zu f\u00fcrchten oder zu <u>\u00e4ngstigen<\/u>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wahrscheinlich wirst Du sagen: \u201eDas <u>kann<\/u> ich nicht\u201c oder \u201eIch <u>kann<\/u> es nicht und ich <u>will<\/u> es auch nicht.\u201c Das ist nur zu <u>verst\u00e4ndlich<\/u>. Weil Du und <u>ich<\/u>, wir sind nicht <u>Gott<\/u>. Wir sind nicht in der Lage auch nur einen Menschen mit der bedingungslosen <u>Liebe<\/u> zu lieben, mit der Gott <u>uns<\/u> liebt. In unsere <u>Art<\/u>, in unsere <u>Versuche<\/u> zu lieben, werden sich <u>immer<\/u> Spuren von <u>\u00c4ngsten<\/u>, von <u>Bef\u00fcrchtungen<\/u> mischen.<\/p>\n<p>Und trotzdem wird unser Gott nicht <u>locker<\/u> lassen. Er wird nicht aufh\u00f6ren, uns seiner Liebe zu <u>versichern<\/u>: dass sie uns <u>geh\u00f6rt<\/u>, dass niemand uns ihrer <u>berauben<\/u> kann, nicht mal wir <u>selbst<\/u>. Er wird nicht aufh\u00f6ren, uns <u>Mut<\/u> zuzusprechen, unsere Bedenken <u>fahren<\/u> zu lassen. Furcht ist nicht in der <u>Liebe<\/u>, meine <u>Liebe<\/u> zu Dir, die treibt deine Furcht <u>aus<\/u>. Es gibt nichts <u>Besseres<\/u>, was Dir und mir <u>passieren<\/u> kann.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Furcht ist nicht in der Liebe,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. Joh 4,18a Lieber Benito, lieber Jan-Philipp, lieber Jannis, liebe Paulina, liebe Lara, lieber Tim-Benedikt, liebe Gemeinde! Als ich Euch vorgestern Abend hier in der Kirche &hellip; <a href=\"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=558\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/558"}],"collection":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=558"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":560,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/558\/revisions\/560"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/refgemvlotho.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}