{"id":460,"date":"2015-11-05T23:42:43","date_gmt":"2015-11-05T22:42:43","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=460"},"modified":"2015-11-06T00:03:31","modified_gmt":"2015-11-05T23:03:31","slug":"gemeindebriefandacht-20153","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=460","title":{"rendered":"Gemeindebriefandacht 2015,3"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedr\u00fccken. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in \u00c4gyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. 3. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mose 19,34<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Einerlei Gesetz, einerlei Recht soll gelten f\u00fcr euch und f\u00fcr den Fremdling, der bei euch wohnt. 4. Mose 15,16<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weisung Gottes an sein j\u00fcdisches Volk, das er aus der Sklaverei in \u00c4gypten befreit hat. Nur zwei von zahlreichen \u00e4hnlich lautenden in der j\u00fcdischen Bibel, im Alten Testament. Kein Appell an die Moral, Lebensweisung. Weisung, die das Leben in sich tr\u00e4gt: f\u00fcr den Fremdling und ebenso f\u00fcr den, der hier geboren ist. <\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nur wenn Du diesen Gott kennst; nur wenn Du mit seiner Liebe infiziert bist, geheilt von Deiner Angst durch seinen unb\u00e4ndigen Freiheitsdrang; nur wenn es ihm gelungen ist, Dein Vertrauen zu gewinnen, so dass Du Dich traust, seine Liebe zu erwidern, wirst Du Dich von Herzen freuen, dass seine Weisung gar nicht anders lauten kann als genaus so.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ansonsten bleibst Du ein Skave Deiner Einw\u00e4nde, Deiner Sorge, Deiner \u00c4ngste, Deiner Bef\u00fcrchtungen: Was soll werden, wenn die Fl\u00fcchtlingszahlen so hoch bleiben wie im Moment? Wie sollen wir das schaffen, so viele Menschen in unserem Land aufzunehmen und zu integrieren? K\u00f6nnen wir das? Wollen wir das? Und wenn der Prozentsatz an Muslimen durch die Fl\u00fcchtlnszahlen steigt und steigt und wir am Ende noch Fremde im eigenen Land werden? Wie viele gewaltbereite Extremisten holen wir uns unerkannt und ungesteuert ins Land? Und: wie viel kostet das Ganze? Und wer wird es bezahlen, wenn nicht wir Steuerzahler(innen)?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ob es viele, ob es \u00fcberhaupt Menschen unter den Gefl\u00fcchteten gibt, die mit solchen Gedanken und \u00c4ngsten in den K\u00f6pfen der Menschen rechnen, bei denen sie Zuflucht suchen? Ich wei\u00df es nicht. Das Vordringlichste, das, was Ihnen auf den N\u00e4geln brennt, wird es sicher nicht sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">&#8222;Ihr seid selbst Fremdlinge in \u00c4gypten gewesen&#8220; steht in Gottes Lebensweisung. Ihr wisst, was es bedeutet, Sklave zu sein, in unertr\u00e4glichen Verh\u00e4ltnissen zu leben. Ich musste in meinem Leben bisher nicht fliehen. Ich bem\u00fche mich um offen Ohren, wenn ich mit einem gefl\u00fcchteten Menschen sprechen. Meist traue ich mich nicht, direkt nach seinen Fluchtgr\u00fcnden zu fragen. Es setzt Vertrauen bei meinem Gegen\u00fcber voraus, und wenn ich ihn, sie noch gar nicht so lange kenne&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Viele \u00c4ltere unter uns wissen, was es bedeutet, fliehen zu m\u00fcssen, und wie das ist, in der neuen, fremden Heimat anzukommen. Die Menschen mit Migrationshintergrund, die schon l\u00e4nger hier leben, wissen es auch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser Gott, der Gott Israels, macht keine erkennbaren Unterschiede zwischen Menschen, die aus wirtschaftlicher Not (Abraham, 1. Mose 12,10) gefl\u00fcchtet sind, und solchen, die politisch verfolgt werden (Jesus, Mt 2, 13+14). So oder so sorgt er sich darum, dass Menschen nicht nur auf das Mitgef\u00fchl ihrer Gastgeber hoffen m\u00fcssen, sondern dass sie zu ihrem Recht kommen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser Land tr\u00e4gt mit seiner wirtschaftlichen Macht, den Bedingungen, die es anderen im Blick auf Handel, Preise und Anbau diktiert und mit seinen Waffenlieferungen (die sich 2015 gegen\u00fcber dem Vorjahr m\u00f6glicherweise verdoppeln werden) zu den Fluchtursachen bei.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Israel hat Gott immer so verstanden, dass das Land, in das Gott es gebracht hat, nicht sein Eigentum ist, sondern dass Gott der eigentliche Besitzer ist und bleibt: &#8222;Ihr seid Fremdlinge und Gastsassen bei mir (3. Mose 25,23) &#8220; Gottes Verh\u00e4ltnis zu Israels Land ist ein Besonderes und trotzdem: Ob es sich in Gottes Augen mit irgendeinem Land der Erde letztlich anders verh\u00e4lt, also auch mit &#8222;unserem&#8220; Land? Nicht unser Besitz, nicht unser Eigentum, sondern von ihm anvertrautes Gut, f\u00fcr das wir ihm verantwortlich sind, dass sein Freiehitswille in unserem Land zum Zuge kommt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">M\u00f6ge Gott uns heilen von unserer Angst, von unserer Festungsmentalit\u00e4t! M\u00f6ge er uns Kraft und Liebe schenken, dass Recht der Fremden und Schwachen aufzurichten, die allt\u00e4glichen, n\u00f6tigen Schritte der Barmherzigkeit zu tun. W. Reuter<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedr\u00fccken. 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