{"id":370,"date":"2015-09-13T22:23:51","date_gmt":"2015-09-13T21:23:51","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=370"},"modified":"2015-10-10T22:33:15","modified_gmt":"2015-10-10T21:33:15","slug":"2015-09-13-mt-625-34-silberne-konfirmation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=370","title":{"rendered":"2015, 09, 13, Mt 6,25-34, Silberne Konfirmation"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">SL: 2. K\u00f6nige 17,-16 <\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Liebe Jubelkonfirmanden, liebe Jubelkonfirmandinnen, liebe Gemeinde!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Davon gehe ich einfach aus, dass Sie nicht zur Feier Ihrer Jubelkonfirmation gekommen sind, um diesen Tag damit zu vertun, dass sie sich schon heute dar\u00fcber den Kopf zerbrechen, was morgen sein wird. Warum sollten Sie auch? Ich freu mich auf den heutigen Tag, haben Sie Frau Sarhage mir noch Freitag am Telefon gesagt. Ich freu mich darauf, die anderen aus meiner Konfirmandengruppe wiederzutreffen.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich bin gespannt darauf, zu h\u00f6ren, wie es Ihnen ergangen ist, seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben. Und vielleicht hei\u00dft Vorfreude auf diesen Tag auch: Ich freu mich darauf, mal wieder zu einem Gottesdienst hier in der kleinen Kirche zu sein. Und warum sollte es Ihnen Vieren anders als Ihrer Mitkonfirmandin gehen. Warum sollten Sie teilweise einen so weiten Weg auf sich genommen haben, wenn Sie sich nicht auch auf diesen Tag, auf das Zusammentreffen gefreut h\u00e4tten und jetzt nicht auch genie\u00dfen sollten, mit allen Sinnen hier zu sein. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und das niemand von Ihnen sich darum Sorgen gemacht hat, was er, was sie heute trinken werden, wenn Sie in unserer Gemeinde zu Gast sind, das wollen wir doch stark hoffen. Geh\u00f6rt jemand von Ihnen zu den Menschen, die Ewigkeiten dar\u00fcber gr\u00fcbeln, was sie anziehen werden? Selbst wenn das so sein sollte, eine schlaflose Nacht werden Sie deshalb bestimmt nicht gehabt haben.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ist das so, dass Jesus mit seinem \u201eSorget nicht!\u201c offene T\u00fcren bei Ihnen einrennt? Ist das so, dass die Worte, die er sagt, die Bilder und Vergleiche, die er w\u00e4hlt, Ihnen aus dem Herzen gesprochen sind? Seid ihr nicht sehr verschieden von den V\u00f6geln unter dem Himmel, die nicht s\u00e4en und nicht ernten und der Vater im Himmel ern\u00e4hrt sie doch? Seid ihr nicht Menschenkinder, von Gott geschaffen, seine Ebenbilder zu sein? Wie sollte Gott da nicht erst recht f\u00fcr Euch sorgen?Jesu<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Seid ihr nicht sehr verschieden von den Lilien auf dem Felde? Ihr habt gro\u00dfe Freude daran, die Lilien in freier Natur anzusehen. Ihr staunt, welche Vielfalt an Formen und Farben nur diese eine Blumenart annehmen kann. Und dabei bl\u00fcht sie nur kurze Zeit, bevor sie wieder verwelkt, und wenn wir sie abschneiden und in in eine Vase stellen, geht es noch viel schneller. Was f\u00fcr eine reiche Form von Verschwendung, wenn Gott dennoch Sorge getragen hat, dass sie sch\u00f6n sind, lieblich anzusehn. Wie sollte er keinen Blick daf\u00fcr haben, was Ihr n\u00f6tig habt. Wie sollte er es vers\u00e4umen, Sorge zu tragen, dass Ihr in Eurem Leben das bekommt, was Euch Not tut?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ist ganz gewiss keine geringe Freude, aus Jesu Mund ausgesprochen und best\u00e4tigt zu bekommen, was Dir selbst schon lange auf der Zunge lang, was Du selbst nur nicht so formulieren konntest: Kein Grund Dir das Leben mit unsinnigem Gr\u00fcbeln und Sorgen schwer zu machen. Kein Grund, Gottes F\u00fcrsorge f\u00fcr Dein Leben in Zweifel zu ziehen. Viel Grund, Deine m\u00fcden Augen getrost zufallen zu lassen, nicht immer noch weiter und weiter zu arbeiten, im Vertrauen darauf, dass der morgige Tag auch ohne Dein Zutun in der Lage ist, f\u00fcr das Seine zu sorgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Beim Schreiben dieser Predigt habe ich an dieser Stelle lange gez\u00f6gert, weiterzuschreiben, weil ich mich so unsicher f\u00fchlte. Ich wollte gerne so etwas schreiben wie: Mir sind diese Worte Jesu \u00fcber das Sorgen im Laufe meines Lebens immer kostbarer geworden. Wenn ich mich nicht jeden Tag aufs Neue daran festklammern d\u00fcrfte, dass Jesus mich daran erinnert, dass es genug ist, dass jeder Tag seine eigene Sorgen hat, ich w\u00fcsste gar nicht, wie ich in meinem Leben klar kommen sollte. Mir sind Jesu Worte deshalb so kostbar, weil ich wei\u00df, wie dringend ich diese Erinnerung brauche: Die Plage dieses heutigen Tages ist genug f\u00fcr Dich. Mit allem anderen w\u00fcrdest Du Dich \u00fcberfordern. Du w\u00fcrdest versuchen, das menschliche Ma\u00df zu \u00fcberschreiten, dass Gott Dir wie jedem anderen Menschen auch zugedacht hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich habe aus mehreren Gr\u00fcnden gez\u00f6gert, das hinzuschreiben. Mir kam das in verschiedenen Hinsicht gro\u00dfspurig vor. Zum einen im Blick darauf, wie ich mich selbst Ihnen und Euch gegen\u00fcber darstelle. Wenn ich sage, dass Jesu Worte mir kostbar sind, weil sie mir gegen das eigene Sorgen helfen, dann muss ich aber auch von den Tagen und N\u00e4chten erz\u00e4hlen, in denen mir auch die Sorge dieses einen Tages zu viel wird. Dann muss ich auch von den N\u00e4chten erz\u00e4hlen, in denen ich nicht getrost meine Augen vor M\u00fcdigkeit zufallen lasse, sondern mein Herz vor Sorge so rast, dass ich einfach nicht wieder einschlafen kann, wenn ich einmal wach geworden bin und dass mir in solche N\u00e4chten auch das Beten sehr schwer f\u00e4llt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich habe gez\u00f6gert, das hinzuschreiben, weil ich gedacht habe: Du m\u00fcsstest jetzt erst Mal wissen, was genau in den K\u00f6pfen der Menschen vor sich geht, die versuchen, Dir zuzuh\u00f6ren. Ich habe an Sie f\u00fcnf gedacht, die heute das Jubil\u00e4um Ihrer Konfirmation von vor 25 Jahren feiern. Ich habe \u00fcberlegt ob Sie nicht sagen werden: Ja, nat\u00fcrlich, haben wir uns auf den heutigen Tag gefreut, sonst w\u00e4ren wir bestimmt nicht hier, aber Sie, Pastor Reuter, wissen doch gar nicht, was wir au\u00dfer unserer Vorfreude noch alles mitgebracht haben. Sie k\u00f6nnen doch gar nicht wissen, welche Sorgen, welche Lasten, welche Verantwortung wir mit uns herumschleppen. 25 Jahre sind eine lange Zeit, es gibt so viel, was in diesen 25 Jahren alles passiert ist, in meinem Leben, in der Beziehung zwischen meinem Gott und mir.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zu schreiben, dass mir Jesu Worte gegen das Sorgen kostbar sind, kam mir deshalb gro\u00dfspurig vor, weil ich an einzelne Menschen aus unserer Gemeinde gedacht habe, von deren aktuellen Sorgen ich ein wenig wei\u00df: weil die schon seit langem bestehen, weil die schon so lange schwer krank sind, oder weil sie mir k\u00fcrzlich etwas dar\u00fcber erz\u00e4hlt haben. W\u00fcrde ich in Ihrer Haut stecken, w\u00fcrde ich dann in gleicher Weise sagen, dass mir Jesu Worte gegen das Sorgen kostbar sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich hab gez\u00f6gert, meine S\u00e4tze hinzuschreiben, weil ich an Menschen gedacht habe, von denen ich gerne w\u00fcsste, wie sie auf Jesu Worte reagieren, auch wenn ich sie pers\u00f6nlich gar nicht kenne. Wie sprechen Jesu Worte zu Menschen, die in einem Kriegsgebiet leben, zu Menschen, denen Gewalt angetan wurde, zu Menschen, die auf der Flucht sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sorget nicht! Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner seiner Gerechtigkeit, danach, dass sein Wille geschieht, im Himmel wie auf Erden, so wird euch all das andere, um das ihr euch verst\u00e4ndlicherweise Sorgen macht, Essen, Trinken, Kleidung, Geld, um eure Schulden zu bezahlen, zufallen. Euer Vater im Himmel wei\u00df, dass ihr dessen bed\u00fcrft.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sorgt euch nicht darum, ob Ihr Erfolg habt, ob Ihr bei den anderen ankommt! Sorge Dich nicht darum, wie lange Du Deine Krankheit noch durchhalten sollst1 Sorge Dich nicht darum, dass Du \u00e4lter wirst, vergesslicher, m\u00fcder! Sorge Dich nicht um Deine Kinder, was aus Ihnen wird. Sorge Dich nicht wegen der Fehler, die Du begangen hast, Sorge dich nicht wegen der Fehler die Du begehen wirst, obwohl Du Dir noch so viel M\u00fche gibst, sie zu vermeiden!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sorge Dich nicht um den Menschen, den Du liebst! Sorge Dich nicht wegen der Menschen, die Dicht nicht leiden k\u00f6nnen, die versuchen, Dir Kn\u00fcppel zwischen die Beine zu werfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Gl\u00fcck, Gott sei Dank, nicht ich sage dass zu Ihnen, zu Euch, zu irgendeinem anderen Menschen, der Dir und mir in den Sinn kommt. Ich k\u00f6nnte es nicht, es w\u00e4re l\u00e4cherlich und vermessen zugleich. Ich kann es nicht und ich brauche es nicht. Ein Gl\u00fcck, Gott sei Dank, dass Jesus das sagt: zu Ihnen und zu mir, zu jedem einzelnen von uns, zu uns gemeinsam als Menschen, die versuchen, ihm nachzufolgen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mir das von irgendjemand anderem als von Jesus sagen lassen w\u00fcrde. Vielleicht kurzfristig, f\u00fcr eine einzelne, begrenzte Situation auch von einem anderen Menschen, zu dem ich gro\u00dfes Vertrauen habe. Aber ganz bestimmt nicht im Blick auf alles, was mein Leben ausmacht und umfasst. Wie sollte ein anderer Mensch das tun, ohne sich hoffnungslos damit zu \u00fcberheben.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Gl\u00fcck, Gott sei Dank, dass Jesus es zu mir sagt, der in seinem Leben auf der Erde so oft morgens nicht gewusst hat, wo er essen, wo er schlafen wird, der im Garten Gethsemane in seiner Todesangst geweint hat, und der sich vom Vater im Himmel die Kraft erbeten hat, dennoch seinen Weg bis zum qualvollen Sterben am Kreuz zu Ende zu gehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Gl\u00fcck, dass Jesus es sagt, der noch im Sterben f\u00fcr die gebetet hat, die ihn gefoltert und verspottet haben, und f\u00fcr alle, die sich von ihm losgesagt und ihn im Stich gelassen haben Ein Gl\u00fcck, dass Jesus es sagt, den Gott gesandt hat, um seine Welt mit sich zu vers\u00f6hne, um einseitig mit uns Frieden zu schlie\u00dfen, w\u00e4hrend wir Menschen weiterhin Krieg gegen ihn f\u00fchren. Ein Gl\u00fcck, dass Jesus es zu mir sagt, der mich nicht f\u00fcr meine Zweifel verurteilt, der mich nicht verst\u00f6\u00dft, wenn ich in meiner kleinen Welt sein Reich aus den Augen verliere., dass in Vlotho nicht anders Gestalt annehmen soll, als in Teheran, in Damaskus, in Tel Aviv. Ein Gl\u00fcck, dass Jesus es zu mir sagt, der weiter f\u00fcr mich betet, wenn mir selbst alle Kraft zum Beten abhanden gekommen ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sorget nicht. Der morgige Tag wird f\u00fcr das Seinige Sorge. Es ist genug, wenn der heutige Tag seine eigene Sorge hat. Mir sind Jesu Worte kostbar, weil Jesus es sich traut, weil er das wagt, und weil er die Verantwortung \u00fcbernimmt, das zu jedem Menschen zu sagen, zu reichen und zu armen, zu gesunden und zu kranken, zu Frauen und zu M\u00e4nner, zu jungen und zu alten, zu starken und zu schwachen, zu Ihnen, zu Euch, zu allen, die ich kenne, zu allen, bei denen mir das nie \u00fcber die Lippen will.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus Worte haben Macht, Dich und mich aus unserem Sorgen herauszurei\u00dfen. Sie haben das in der Vergangenheit getan. Darauf setzte ich all meine Hoffnung, dass Jesus es wagen und daf\u00fcr einstehen wird, es an jedem Tag Ihres und meines Lebens, der noch vor uns liegt: von Neuem zu sagen: Sorge nicht, Dein Vater im Himmel wei\u00df, was Du heute n\u00f6tig hast. Darauf setzte ich all meine Hoffnung, dass sein Wort seine Wirkung bei Ihnen und mir nicht verfehlen wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Amen<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SL: 2. K\u00f6nige 17,-16 &nbsp; Liebe Jubelkonfirmanden, liebe Jubelkonfirmandinnen, liebe Gemeinde! 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