{"id":1101,"date":"2020-04-10T09:17:43","date_gmt":"2020-04-10T08:17:43","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=1101"},"modified":"2020-04-14T17:29:22","modified_gmt":"2020-04-14T16:29:22","slug":"ist-jemand-in-christus-so-ist-er-eine-neue-schoepfung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=1101","title":{"rendered":"Ist jemand in Christus so ist er eine neue Sch\u00f6pfung!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1102\" src=\"http:\/\/refgemvlotho.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Karfreitag-Ostern-2020-Kurzpredigten-300x172.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"172\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Karfreitag (10.04.2020): 2. Kor. 5,14-21<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">14 Denn die Liebe Christi dr\u00e4ngt uns, zumal wir \u00fcberzeugt sind, dass, wenn einer f\u00fcr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben&#8230; (vollst\u00e4ndiger Text siehe unten!)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Liebe Christi aber dr\u00e4ngt uns&#8230; so beginnt der diesj\u00e4hrige Bibeltext f\u00fcr Karfreitag. Karfreitag, der Tag, an dem Jesus drau\u00dfen vor den Toren der Stadt Jerusalem zu Tode gefoltert wurde, ist der Tag der Liebe. Wenn nicht Karfreitag, welcher Tag dann?<\/p>\n<p>Es ist wahrlich nicht der Tag der Liebe von uns Menschen. Nicht der Tag Deiner und meiner Liebe. Es ist der Tag, am dem es drauf ankommt. Der Tag, an dem Gott uns zeigt, wie ernst es ihm damit ist, das Werk seiner H\u00e4nde niemals, unter keinen Umst\u00e4nden, preiszugeben. Es ist der Tag, an dem Gottes Karten offen liegen \u2013 der Tag, an dem Gott offenlegt, welches Risiko er eingeht, sich in seiner Liebe zu uns so verletzlich zu zeigen.<!--more--><\/p>\n<p>Gott liebt seinen Kosmos. Er liebt seine Welt. Er liebt seine Menschen. Jede(r) von. uns w\u00fcrde sich l\u00e4cherlich machen, so etwas \u00fcber sich selbst zu behaupten. Einen einzigen Menschen oder einige wenige tats\u00e4chlich zu lieben &#8211; meine Frau, meine Konfirmanden, die anderen im Presbyterium, meine Freunde -, so, dass meine Liebe wirklich den anderen meint, ohne in der anderen mich selbst zu lieben, mich selbst zu suchen, ohne den anderen zu beneiden, ohne heimlich zu demonstrieren, was f\u00fcr ein toller Typ ich bin, damit habe ich wahrlich alle H\u00e4nde voll zu tun.<\/p>\n<p>Die Firmen, die zur Zeit mit Hochdruck daran arbeiten, so schnell wie m\u00f6glich einen Impfstoff auf den Markt zu bringen, der vielleicht Millionen von Menschenleben retten wird, wie viel Liebe und uneigenn\u00fctzige Leidenschaft ist dabei im Spiel? Und welchen Einfluss hat darauf die Tatsache, dass es f\u00fcr die Firmen, die bei diesem Wettlauf erfolgreich sein werden, vermutlich um Milliardenums\u00e4tze gehen wird? In viele Widerspr\u00fcchlichkeiten verstrickt sich unser menschliches Lieben in den Strukturen, die wir selbst geschaffen haben.<\/p>\n<p>In Christus, der vor den Toren der Stadt einen schmachvollen Verbrechertod stirbt, liebt Gott seine Welt, seine Menschen, liebt er alle seine Menschen. Er liebt auch uns Frommen mit allen unseren Wunderlichkeiten, unserer Enge, mit unserer Tendenz, ihn in seiner Schmach allein zu lassen. Die, die sich ihm als Feinde entgegenstellen, die liebt er zuallererst: die, die das Todesurteil aussprechen und die, die es vollstrecken; die, die sich freuen, dass es so gekommen ist. Er liebt die, die Gott los werden wollen, die, die stolz darauf sind, sich Atheisten zu nennen.<\/p>\n<p>Und mich mit meinen perversen Gedanken im Herzen, wenn ich die schnelle Verbreitung des Corona-Virus in den USA mit der (wohl vergeblichen) Hoffnung verkn\u00fcpfe, dass es wenigstens Donald Trump den Job kosten k\u00f6nnte? Wie egal sind mir in diesen Momenten die Menschen, die in New York um ihr Leben zittern?<\/p>\n<p>Christus stirbt f\u00fcr Menschen im Saarland und in Elsa\u00df-Lothringen, die sich vor kurzem noch als friedliche Nachbarn bezeichnet h\u00e4tten und die nach der Schlie\u00dfung der Grenzen Hass gegeneinander entwickeln.<\/p>\n<p>Christus stirbt f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten Syrer, Afghanen, Iranerinnen, die in der T\u00fcrkei festsitzen, die ohne Chance sind, in unserer Festung Europa Zuflucht zu finden. Er stirbt f\u00fcr die \u00c4rzte und Schwestern und Pfleger, die f\u00fcr die Kranken und Alten ihr Leben aufs Spiel setzen. Er stirbt f\u00fcr die, die sich mit den jetzt knapp gewordenen G\u00fctern versuchen, eine goldene Nase zu verdienen. In Christus liebt Gott die Menschen, die ihm vorhalten, dass er die einen und die anderen liebt und dass er an ihrer Deiner und meiner Sicherheit kratzt, auf der richtigen, der Unschulds-Seite zu stehen.<\/p>\n<p>Gott war in Christus und vers\u00f6hnte die Welt mit sich selbst. Wie kann Gott so verr\u00fcckt sein, weiter auf diese eine Karte setzen? Denkt er wirklich, uns so zur Vernunft zu bringen, uns dadurch von unserer Angst, dass es f\u00fcr uns alleine nicht reicht, zu heilen, dass er ohne jede Absicherung einseitig in Vorleistung geht und mit Leuten Frieden schlie\u00dft, die ihn bestenfalls mit den Lippen bekennen, wenn sie ihn nicht ohnehin l\u00e4ngst abgeschrieben haben: den Gott, der die Sklaven befreit, der die Fremden liebt, der f\u00fcr das Recht der Armen streitet? Hat er keine Angst, als naiv blau\u00e4ugig verschrien zu werden, wenn er sich in dem geschundenen Christus zu unserem Bittsteller macht: Lasst euch vers\u00f6hnen mit Gott?<\/p>\n<p>Traut er sich das zu, Dich und mich so und nur so von unserer Angst zu heilen? Vor unserer Angst vor der, vor dem, vor den Anderen? Dich und Mich? Uns in Deutschland? (&#8222;Wir d\u00fcrfen Solidarit\u00e4t nicht mit Haftungsvergemeinschaftung verwechseln&#8230;. Die Krise darf kein Vorwand sein, um die letzten D\u00e4mme auf dem Weg in die Haftungsunion aus dem Weg zu r\u00e4umen&#8220; war am 6.4. als Argument gegen Corona-Bonds in der Vlothoer Zeitung zu lesen.) Uns in Europa?<\/p>\n<p>Ja, das traut er sich zu. Das ist sein Weg, den er eingeschlagen hat.<\/p>\n<p>Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Sch\u00f6pfung. Das Alte ist vergangen. Neues ist geworden. Ohne den Anderen, ohne die Andere, ohne all die Anderen, f\u00fcr die der Gekreuzigte gestorben ist, ohne sie ist er nicht zu haben. F\u00fcr niemanden von uns. Neue Sch\u00f6pfung werden: Ohne dasgeht&#8217;s nicht. Nicht Dein und mein Werk. Nichts, was wir aus uns machen. Das, was der Gekreuzigte mit uns macht.<\/p>\n<p>Geht es Ihnen, geht es Euch auch so, dass Ihr Euch h\u00e4ufig die Frage stellt: Was soll an mir schon neu sein? Was soll es f\u00fcr die anderen da zu entdecken geben? Ich tauge nicht zum Helden. Christus sucht keine Heldinnen. Er sucht und er sieht in uns die, mit denen er Frieden geschlossen hat. Er kennt uns nicht mehr nach dem Fleisch. F\u00fcr ihn sind wir nicht die abwechselnd Verschreckten, Zaudernden, Zweifelnden und kurz darauf schon wieder Ver\u00e4chtlichen, Spottenden, die, die sich obenauf f\u00fchlen. F\u00fcr ihn sind wir die, mit denen er Frieden geschlossen hat.<\/p>\n<p>Seine Liebe treibt uns. Sie treibt uns zu den anderen Menschen. Er fragt nicht, ob wir uns f\u00fcr geeignet halten. Unsere Einsch\u00e4tzung w\u00fcrde nichts \u00e4ndern. Seine Wahl ist auf uns gefallen. Er will uns als seine Botschafter. Er bittet uns, an seiner Stelle zu bitten. Um das zu bitten, was wir selber so n\u00f6tig haben, was er uns zum Geschenk macht: Lasst Euch vers\u00f6hnen mit Gott! Karfreitag ist der Tag der Liebe. Seiner, nicht unserer Liebe, der Liebe, die nach uns greift.<\/p>\n<p>Winfried Reuter<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">14 Denn die Liebe Christi dr\u00e4ngt uns, zumal wir \u00fcberzeugt sind, dass, wenn einer f\u00fcr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">15 Und er ist darum f\u00fcr alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der f\u00fcr sie gestorben und auferstanden ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Sch\u00f6pfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber vers\u00f6hnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Vers\u00f6hnung predigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">19 Denn Gott war in Christus und vers\u00f6hnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre S\u00fcnden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Vers\u00f6hnung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch vers\u00f6hnen mit Gott!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">21 Denn er hat den, der von keiner S\u00fcnde wusste, f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit w\u00fcrden, die vor Gott gilt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karfreitag (10.04.2020): 2. 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