{"id":1034,"date":"2019-12-24T19:02:28","date_gmt":"2019-12-24T18:02:28","guid":{"rendered":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=1034"},"modified":"2020-03-20T16:08:27","modified_gmt":"2020-03-20T15:08:27","slug":"predigt-heiligabend-24-12-2019-17-30-uhr-hesekiel-3724-28","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/refgemvlotho.de\/?p=1034","title":{"rendered":"Predigt Heiligabend, 24.12.2019, 17.30 Uhr, Hesekiel 37,24-28"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Liebe Gemeinde!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Herzlich willkommen noch einmal <u>Ihnen<\/u> und Euch <u>allen<\/u>! Herzlich <u>eingeladen<\/u> sind wir jetzt, uns gemeinsam in die Worte der Heiligen <u>Schrift<\/u> zu vertiefen, die wir gerade <u>geh\u00f6rt<\/u> haben. Wir sind <u>eingeladen<\/u>, in Ihnen nach der frohen <u>Weihnachts<\/u>botschaft zu suchen, die Gott f\u00fcr uns <u>bereit<\/u> h\u00e4lt. Gott hat versprochen, dass wir nicht <u>vergeblich<\/u> suchen werden.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gott hat diese Worte einem <u>Menschen<\/u> anvertraut, seinem Propheten <u>Hesekiel<\/u>. Er hat ihn beauftragt, sie den Menschen seines j\u00fcdischen <u>Volkes<\/u> auszurichten, die in Babylon in der <u>Gefangeschaft<\/u> leben. <u>Tr\u00f6sten<\/u>, <u>aufrichten<\/u> soll Hesekiel die <u>Frauen<\/u>, <u>M\u00e4nner<\/u> und Kinder dort im <u>Exil<\/u>. Sie sollen wissen, dass der Gott Jakobs noch immer ihr <u>Gott<\/u> ist. Er hat sie nicht <u>abgeschrieben<\/u>. <u>Niemals<\/u> wird er das tun. Ach, dass seine Menschen doch <u>ihn<\/u> nicht abschreiben m\u00f6gen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Heute<\/u> richtet der Gott Jakobs, Rachels und Leas diesselben alten Worte an <u>uns<\/u>. Gott <u>will<\/u>, dass wir sp\u00fcren, dass wir <u>mitgemeint<\/u>, dass wiri an dieser Geschichte <u>mitbeteiligt<\/u> sind. Keine Beobachter aus sicherer <u>Distanz<\/u>, sondern <u>innerlich<\/u> mitbeteiligte Menschen. In Gottes Geschichte mit seinem <u>j\u00fcdischen<\/u> Volk k\u00fcndigt sich Gottes Geschichte mit <u>allen<\/u> seinen Menschen an. Gott traut s einen Worten die <u>Macht<\/u> zu, genau das bei uns zu <u>bewirken<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Lasst uns fest mit <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>dem<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> rechnen, worum ich vorhin <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>gebetet<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> habe: Gott <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>wei\u00df<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, mit was f\u00fcr Menschen er es bei uns zu tun hat, wei\u00df noch viel genauer als <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>wir<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">wie <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>unterschiedlich<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> wir sind. Unterschiedlich nicht nur an <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Jahren<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, nicht nur an <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Einkommen<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, sondern unterschiedlich auch in dem, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>wor\u00fcber<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> wir fr\u00f6hlich sind, in dem, was wir f\u00fcr unser <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Gl\u00fcck<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> halten, unterschiedlich in dem, wovor wir uns <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>f\u00fcrchten<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, was uns <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>w\u00fctend<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> macht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Vielleicht, dass Gott darin so etwas wie einen kleinsten <u>gemeinsamen<\/u> Nenner zwischen uns entdeckt, dass wir uns alle nach <u>Frieden<\/u> sehnen, nach Frieden auf unserer <u>Erde<\/u>, nach Frieden zwischen den <u>V\u00f6lkern<\/u>, den Staaten in West und <u>Ost<\/u>, in Nord und <u>S\u00fcd<\/u>, nach <u>Frieden<\/u> anstelle des endlosen, gnadenloses Kampfes um Absatzm\u00e4rkte; nach einem Ende des <u>Mordens<\/u>, der <u>Bombenteppische<\/u>, der <u>Folterungen<\/u> und der <u>Vergewaltigungen<\/u>; nach Frieden zwischen unseren <u>Gemeinden<\/u>, nach Frieden zwischen den Menschen in unserer <u>Stadt<\/u>, nach Frieden zwischen den <u>Generationen<\/u>, zwischen Eltern und <u>Kindern<\/u>, in den <u>Familien<\/u>, zwischen den <u>Liebenden<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Auch wenn wir \u00fcber die <u>Wege<\/u>, die zum Frieden f\u00fchren k\u00f6nnten, so oft ratlos und <u>uneinig<\/u> sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Lasst uns fest damit <u>rechnen<\/u>: Gott traut sich das <u>zu<\/u>, er tr\u00e4gt <u>Sorge<\/u> daf\u00fcr, <u>uns<\/u>, so <u>unterschiedlich<\/u> wir sind, trotzdem <u>gemeinsam<\/u> anzusprechen, so dass er unser <u>Herz<\/u>, unseren <u>Verstand<\/u>, unsere <u>Gef\u00fchle<\/u> erreicht, so dass er uns n\u00e4her zu <u>ihm<\/u>, unserem <u>Gott<\/u>, bringt, und n\u00e4her <u>zueinander<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und mein Knecht <u>David<\/u> wird K\u00f6nig \u00fcber sie sein, f\u00fcr sie alle wird <u>ein<\/u> Hirte sein. Ob Gott es zur Zeit Hesekiels <u>leichter<\/u> gefallen ist, wenigstens die Menschen seines <u>j\u00fcdischen<\/u> Volkes alle unter einen <u>Hut<\/u> zu bekommen? Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung <u>Judas<\/u>, deren Hauptstadt Jerusalem in <u>Tr\u00fcmmern<\/u> liegt, nach <u>Babylon<\/u> verschleppt. Nicht von <u>ungef\u00e4hr<\/u> sind sie dort, sondern weil sie die die Armen und <u>Schwachen<\/u>, die <u>Witwen<\/u>, die <u>Waisen<\/u> und die fremden <u>G\u00e4ste<\/u> im Land, die sie h\u00e4tten <u>sch\u00fctzen<\/u> sollen, ausgesaugt und <u>ausgebeutet<\/u> haben. Das Reich von K\u00f6nig David schon bald nach seinem Tod in ein S\u00fcd- und ein <u>Nordreich<\/u> zerfallen. Mal gibt es <u>Zweckb\u00fcndnisse<\/u> zwischen den beiden Teilen. Aber es wurde auch schon <u>Krieg<\/u> gegeneinander gef\u00fchrt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Macht es Sinn, das mit einem Nord- und einem S\u00fcd<u>korea<\/u>, einem Nord- und einem S\u00fcd<u>sudan<\/u>, einem in eine DDR und eine BRD gespaltenes <u>Deutschland<\/u> zu vergleichen? <u>Hinken<\/u> diese Vergleiche allzusehr? <u>Fest<\/u> steht jedenfalls, dass Gott \u00fcber unsere bestehenden <u>Trennungen<\/u>, auch \u00fcber die politischen, weit <u>hinaussieht<\/u>: Ein Hirte wird f\u00fcr sie alle <u>da<\/u> sein, f\u00fcr die in Nord-, und f\u00fcr die in S\u00fcdisrael, f\u00fcr <u>die<\/u>, die in Babylon in <u>Gefangenschaft<\/u> leben und f\u00fcr <u>die<\/u>, die im zerst\u00f6rten Jerusalem einen k\u00fcmmerlichen <u>Neuanfang<\/u> versuchen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ihnen <u>allen<\/u> gilt Gottes Versprechen: Ihr werdet wieder im Land Eurer <u>V\u00e4ter<\/u> leben. Mit <u>Euch<\/u> schlie\u00dfe ich einen Bund , der <u>Bestand<\/u> haben wird. Mit Euch, die am <u>Boden<\/u> liegen; mit <u>Euch<\/u>, an deren H\u00e4nden das Blut der Menschen klebt, die ihr <u>unterdr\u00fcckt<\/u> habt; mit <u>Euch<\/u>, die <u>zweifeln<\/u> und sich fragen, ob ich <u>weiterhin<\/u> ihr Gott sein will, mit <u>Euch<\/u> schlie\u00dfe ich einen Bund, mit <u>Euch<\/u>, mit Euren <u>Kindern<\/u> und <u>Kindeskindern<\/u>. Mein Bund mit Euch wird auf immer <u>Bestand<\/u> haben. Mein Knecht David wird auf immer f\u00fcr Euch <u>F\u00fcrst<\/u> sein. Ich will <u>Euer<\/u> Gott und Ihr werdet <u>mein<\/u> Volk sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie lange ist der Thron von K\u00f6nig David schon <u>verwaist<\/u>, als der Zimmermann Josef aus Nazareth sich mit seiner schwangeren Verlobten Maria auf den Weg nach <u>Bethlehem<\/u> macht? <u>Nein<\/u>, weder Josefs <u>Vater<\/u>, weder sein Opa noch Uropa und sein Uropa <u>auch<\/u> nicht sind Herrscher in <u>Israel<\/u> gewesen. Aber das <u>wissen<\/u> unsere Kinder, die beim <u>Krippenspiel<\/u> mitmachen, warum Josef mit Maria und dem Kind bei der <u>Volksz\u00e4hlung<\/u> von Kaiser Augustus nach <u>Bethlehem<\/u> m\u00fcssen: weil Josephs Familie aus <u>Bethlehem<\/u> kommt, weil Bethlehem <u>Davids<\/u> Stadt ist, die Stadt, in der er <u>geboren<\/u> ist, die Stadt, aus der seine <u>Familie<\/u> stammt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das erste, was wir im Neuen Testament \u00fcber den erfahren, dessen <u>Geburt<\/u> wir heute feiern: der <u>Messias<\/u>, der Christus ist ein Sohn <u>Davids.<\/u> Das Kind von Bethlehem geh\u00f6rt hinein in die Geschichte der Hoffnungen der Menschen seines <u>j\u00fcdischen<\/u> Volkes. <u>Ja<\/u>, es gab und es gibt in Israel <u>Menschen<\/u>, die sind <u>m\u00fcde<\/u> dar\u00fcber geworden sind, darauf zu warten, dass Gott sein Versprechen <u>wahr<\/u> macht. Sie leben in gro\u00dfer Versuchung, die Hoffnung <u>dran<\/u> zu geben, jemals in Frieden mit ihren <u>Nachbarn<\/u> zu leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie weit sind wir davon <u>entfernt<\/u>, wie nah sind <u>wir<\/u> manchmal daran, der Versuchung <u>nachzugeben<\/u> und das Hoffen <u>dran<\/u> zu geben, dass Frieden <u>wirklich<\/u> wird: in der <u>Welt<\/u>, zwischen den <u>Staaten<\/u>, in unserer <u>Stadt<\/u>, mit unseren <u>Feinden<\/u>, in unseren <u>Familien<\/u>, mit denen, die wir <u>lieben<\/u>?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und wenn wir <u>alle<\/u> in die Versuchung geraten oder ihr sogar <u>erliegen<\/u>, die Hoffnung dranzugeben, dass Gott seine Versprechen <u>wahr<\/u> macht, unser <u>Gott<\/u> <u>vergisst<\/u> nicht, was er versprochen hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gott ist <u>treu<\/u>. Davon <u>erz\u00e4hlt<\/u> die Weihnachtsgeschichte. <u>Und<\/u>, Gott sei <u>Dank<\/u>, immer wieder <u>findet<\/u> er Menschen, bei denen es ihm gelingt, sie <u>anzustecken<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was war der alte Priester Zacharias <u>skeptisch<\/u>, als er <u>h\u00f6rt<\/u> dass jetzt endlich der Wunsch von Elisabeth und ihm in <u>Erf\u00fcllung<\/u> gehen und sie ein <u>Kind<\/u> bekommen sollen: Als dann Johannes <u>geboren<\/u> ist und er endlich wieder <u>sprechen<\/u> kann, wie <u>platzt<\/u> es da aus ihm heraus: Gott hat <u>besucht<\/u> sein Volk, <u>nein<\/u>, er <u>hat<\/u> uns nicht vergessen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie gl\u00fccklich ist Maria, dass Gott <u>sie<\/u>, die arme Braut eines <u>Zimmermanns<\/u> auserw\u00e4hlt hat, um Gottes Kind zur <u>Welt<\/u> zu bringen: Er nimmt sich seines Kinds Israel <u>an<\/u>, er <u>erbarmt<\/u> sich seiner, wie er zu unseren <u>V\u00e4tern<\/u> geredet hat, zu <u>Abraham<\/u> und seinem <u>Samen<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Seinen <u>Engel<\/u> hat Gott angesteckt: Siehe, ich verk\u00fcndige Euch gro\u00dfe <u>Freude<\/u>, die <u>allem<\/u> Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist <u>Christus<\/u>, der <u>Messias<\/u>, der Herr in der Stadt <u>Davids<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir <u>selber<\/u> haben es eben gesungen: Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel <u>zart<\/u>, davon die <u>Alten<\/u> sungen, von <u>Jesse<\/u> kam die Art. Von Jesse, also von <u>Isai<\/u>, vom Vater <u>Davids<\/u>. Dieses R\u00f6slein aus dem Stamm <u>David<\/u> <u>vertreibt<\/u> mit seinem hellen Schein die Finsternis.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Tochter Zion, <u>freue<\/u> dich, jauchze <u>laut<\/u>, Jerusalem, haben wir den Bewohnern und Bewohnerinnen <u>Jerusalems<\/u> zugesungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und an das Kind von <u>Bethlehem<\/u> gewandt: <u>Hosianna<\/u>, <u>Davids<\/u> Sohn, sei <u>gegr\u00fc\u00dfet<\/u>, K\u00f6nig <u>mild<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie klingen die Worte dieses <u>Liedes<\/u>, <u>wenn<\/u>, falls es heute am Heiligen Abend in den kleinen christlichen Gemeinden in <u>Jerusalem<\/u>, auf der <u>Westbank<\/u>, im <u>Gazastreifen<\/u> gesungen wird. Wie klingt es in den Ohrern der <u>arabischen<\/u>, der <u>muslimischen<\/u> Nachbarn? Werden sie sich dran <u>sto\u00dfen<\/u> oder k\u00f6nnte das Kind auf dem Davidsthron Ihnen ein <u>Ansto\u00df<\/u> sein, dass ihre Angst, von der j\u00fcdischen Mehrheit dominiert zu werden, <u>weniger<\/u>, dass ihr Hass auf sie <u>geringer<\/u> w ird?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie werden diese Worte in den Ohren der <u>j\u00fcdischen<\/u> Bewohner und Bewohnerinnen von Jerusalem klingen? Werden sie sich dar\u00fcber <u>freuden<\/u> k\u00f6nnen? Kann das neugeborene <u>Kind<\/u>, vor dem der K\u00f6nig Herodes sich so <u>gef\u00fcrchtet<\/u> hat, ihnen zu einem <u>Pfand<\/u> werden, dass Gott zu seinen Versprechen <u>steht<\/u>, dass er sein Volk nicht <u>vergessen<\/u> hat?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was verbindet f\u00fcr uns den Hirtenjungen <u>David<\/u>, der den Riesen Goliath mit einer <u>Steinschleuder<\/u> besiegt, der mit seiner Harfenmusik die Eifersuchtsanf\u00e4lle von K\u00f6nig <u>Saul<\/u> bes\u00e4nftigt hat, der auf der Flucht <u>vor<\/u> K\u00f6nig Saul als ein pl\u00fcndernder <u>Freisch\u00e4rler<\/u> gelebt hat, der seinen Hauptmann Uria hat <u>ermorden<\/u> lassen, um dessen Frau <u>Bathseba<\/u> heiraten zu k\u00f6nnen, der die Worte von &#8222;Der Herr ist mein <u>Hirte<\/u>&#8220; gedichtet haben soll, der Jerusalem zur <u>Hauptstadt<\/u> gemacht und Israels ber\u00fchmtester <u>K\u00f6nig<\/u> gewesen ist, mit dem Kind, das in der <u>Krippe<\/u> liegt, von dem wir Christen und <u>Christinnen<\/u> glauben, das es <u>Gottes<\/u> Kind ist, dass auf dem verwaisten Thron von K\u00f6nig <u>David<\/u> Platz genommen hat?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dieses Kind tr\u00e4gt keine <u>K\u00f6nigskrone<\/u>, es wohnt nicht in einem <u>Palast<\/u>, es liegt nicht nur als Neugeborenes in einer <u>Futterkrippe<\/u>, es wird auch als <u>Erwachsener<\/u> morgens keinen <u>Schimmer<\/u> haben, wo es abends sein m\u00fcdes <u>Haupt<\/u> hin betten wird. Es hat nie nach weltlicher <u>Macht<\/u> gestrebt, es hat sich allen Versuchen der Menschen, aus ihm eine Art <u>K\u00f6nig<\/u> zu machen, <u>entzogen<\/u>. Und doch wird Pilatus \u00fcber seinem Kreuz eine dreisprachige Tafel mit der Aufschrift Jesus von Nazareth, K\u00f6nig der <u>Juden<\/u>, anbringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Eine Macht geht von diesem <u>Kind<\/u> aus, die schon die Menschen empfinden, die es in der <u>Krippe<\/u> liegen sehen, freiwillig und gerne beugen sie vor ihm die <u>Knie<\/u>. Da gebraucht jemand seine Macht nicht, um andere zu <u>unterdr\u00fccken<\/u>, zu <u>dem\u00fctigen<\/u> und <u>klein<\/u> zu halten, sondern um andere <u>stark<\/u> und <u>erwachsener<\/u> zu machen. Wenn er Menschen aufruft, Unrecht zu <u>lassen<\/u>, das <u>Richten<\/u> zu stoppen, anderen die <u>Schuld<\/u> zu erlassen, <u>barmherzig<\/u> zu handeln, zu <u>vergeben<\/u>, um <u>Vergebung<\/u> zu bitten, dann verl\u00e4sst er sich allein auf die Macht seiner <u>Worte<\/u>. Wenn Jesus Menschen <u>heilt<\/u>, an ihrer <u>Seele<\/u>, von ihren <u>Krankheiten<\/u>, dann macht er von der <u>Vollmacht<\/u> Gebrauch, die sein Vater ihm <u>gegeben<\/u> hat. Jesus sucht keine Macht f\u00fcr <u>sich<\/u>, er sucht alle Macht f\u00fcr den, der ihn <u>gesandt<\/u> hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das einzige Blut, dass dieser K\u00f6nig <u>vergie\u00dft<\/u>, der keine weltliche <u>Macht<\/u> beansprucht, ist sein <u>eigenes<\/u>. Dieser K\u00f6nig hat die Macht, seine <u>Feinde<\/u> zu lieben. Dieser K\u00f6nig hat <u>Macht<\/u>, weil er seine <u>Feinde<\/u> liebt<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Er hat die Macht, die zu lieben, die ihn im <u>Stich<\/u> lassen, die nicht mal eine Stunde mit ihm <u>wachen<\/u> k\u00f6nnen. Er hat Macht, weil er die <u>liebt<\/u>, die sich entt\u00e4uscht von ihm <u>abwenden<\/u>, weil er das <u>Verlorene<\/u> sucht. <u>Jesus<\/u>, der Zimmermannssohn aus <u>Nazreth<\/u>, hat nie die Schafe seines <u>Vaters<\/u> geh\u00fctet und mit dem Stock gegen <u>L\u00f6wen<\/u> verteidigt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Psalmen sind Jesu <u>Gebetsbuch<\/u> und so wird er sicher auch mit Davids Worten <u>gebetet<\/u> haben: Der Herr ist mein <u>Hirte<\/u>, mir wird nichts <u>mangeln<\/u>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcber sich <u>selbst<\/u> hat er gesagt: Ich bin der gute <u>Hirte<\/u>. Der gute Hirte l\u00e4sst sein <u>Leben<\/u> f\u00fcr die Schafe. Und: Meine Schafe <u>h\u00f6ren<\/u> meine Stimme und sie <u>folgen<\/u> mir. Das Kind von Bethlehem ist der gute <u>Hirte<\/u>, der die Schafe des Vaters im Himmel <u>recht<\/u> weidet, der das Schwache <u>st\u00e4rkt<\/u>, und das Verwundete <u>verbindet<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">An Weihnachten erfahren es die Hirten von Bethehem als <u>Erste<\/u>: dass sie selber einen guten <u>Hirten<\/u> haben, einen, der f\u00fcr sie <u>sorgt<\/u>, einen, der sie <u>liebt<\/u>, einen, der sie nicht <u>vergisst<\/u>. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">An Weihnachten h\u00f6ren wir, dass wir <u>selber<\/u> diesen guten Hirten haben, der f\u00fcr uns <u>sorgt<\/u>, der uns <u>liebt<\/u>, der uns nicht <u>verl\u00e4sst<\/u>. Einen, der so <u>anders<\/u> herrscht als die Herrscher dieser Welt. Und der von Gott <u>gesandt<\/u> ist, um es gerade so mit den M\u00e4chtigen dieser Welt <u>aufzunehmen<\/u>, der den K\u00f6nig Herodes in seinem Palast in Jerusalem zu Recht in Angst und <u>Schrecken<\/u> versetzt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Einer, der es mit unserem Zank und <u>Streit<\/u>, mit unserer Rechthaberei <u>aufnimmt<\/u> und ihnen den <u>Kampf<\/u> ansagt, indem er ungefragt in unserer Mitte <u>da<\/u> ist und sich den Raum <u>sucht<\/u>, den wir ihm in unsren Herbergen nicht <u>einr\u00e4umen<\/u> wollten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><u>Ein<\/u> Hirte f\u00fcr sie <u>alle<\/u>: f\u00fcr die Hirten seines j\u00fcdischen Volkes <u>zuerst<\/u>, f\u00fcr <u>Maria<\/u> zuerst und f\u00fcr <u>Josef<\/u>, f\u00fcr Zacharias und <u>Elisabeth<\/u>, f\u00fcr Simeon und <u>Hanna<\/u>, f\u00fcr die Fischer vom See <u>Genezareth<\/u>, f\u00fcr die Blinden und <u>Auss\u00e4tzigen<\/u>, die Huren und <u>Kleinkriminellen<\/u>, f\u00fcr die, die ihn <u>missverstehen<\/u>, f\u00fcr die, die ihm nach dem <u>Leben<\/u> trachten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Hirte f\u00fcr die <u>modernen<\/u> K\u00f6nig Herodesse und Pontius Pilatusse in aller <u>Welt<\/u>, f\u00fcr die <u>Gesch\u00e4ftemacher<\/u>, f\u00fcr die <u>Selbstgerechten<\/u>, f\u00fcr die <u>Herzensverh\u00e4rteten<\/u> in aller Welt, f\u00fcr Dich und f\u00fcr <u>mich<\/u>, f\u00fcr uns <u>gemeinsam<\/u>. Denn dieser Hirte ist gesandt, dass Menschen nicht mehr <u>ihren<\/u>, sondern <u>Gottes<\/u> Willen tun. Auch jetzt in diesen <u>Weihnachtstagen<\/u>, auch heut an <u>Heiligabend<\/u>, auch unter <u>Eurem<\/u> Weihnachstbaum. Seid <u>gefasst<\/u> darauf. <u>Darauf<\/u> freut Euch! Amen<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde! Herzlich willkommen noch einmal Ihnen und Euch allen! Herzlich eingeladen sind wir jetzt, uns gemeinsam in die Worte der Heiligen Schrift zu vertiefen, die wir gerade geh\u00f6rt haben. 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