Erntedankfest 2017, Hobergs Hof

Texte der Kinder und Jugendlichen

  1. Wasser

Wir bringen Wasser

Wasser ist Leben

Auf der Erde gibt es 60 % Wasser und 30 % Land

Für Menschen ist das Wasser lebenswichtig

Wir trinken Wasser und andere Getränke.

In anderen Ländern gibt es wenig Wasser

Die Menschen und Tiere leiden dort.

Wir danken Gott dafür, dass wir genug zu trinken haben

  1. Nahrung

 Wir bringen Brot, Kartoffeln Nudeln und Reis

Das sind die Grundnahrungsmittel.

In einigen Ländern gibt es nicht genug zu Essen.

Deswegen sollten wir Essen teilen.

Wir danken Gott für diese Grundnahrungsmittel

  1. Gemüse

 Möhren, Paprika und Gurken wachsen in unserem Garten.

Damit Pflanzen wachsen können, brauchen sie Sonne, Wasser und Erde.

Am Anfang war nur ein kleines Samenkorn und die Erde deckte es zu.

Im Frühling fingen die Pflanzen an zu wachsen

und im Sommer und Herbst können wir das Gemüse ernten.

Wir danken Dir Gott für das Gemüse, dass Du uns geschenkt hast

  1. Obst

Wir danken Gott für das Obst

Für die Äpfel, die Birnen und Orangen

Und für die Marmelade.

Zum Wachsen braucht man Licht, Wasser und Erde.

Dafür danken wir Gott.

  1. Blumen

Wir bringen Euch Blumen,

weil Blumen unser Leben erfreuen

und uns in traurigen Zeiten trösten.

  1. Licht

Das erste, was Gott in der Schöpfung gemacht hat, war Licht.

Ohne Licht ist auf der Erde eine totale Finsternis

Ohne Licht können keine Pflanzen wachsen.

Licht ist für die Menschen wichtig,

weil die Sonne als Lichtquelle die Menschen glücklich macht.

Außerdem bringt Licht die Liebe in den Tag

Gott, wir danken Dir für das Licht der Welt

  1. Bibel

Wir bringen Euch Gottes Wort. Gottes Wort erzählt, dass Gott die Welt erschaffen hat.

Mose 1

Liebe Gemeinde,

vielen Dank Euch vom Kindergottesdienst und von der Katechumenengruppe für die klaren, prägnanten Texte, die Ihr uns vorgetragen habt. Wir bringen Euch die Bibel, Gottes Wort. Die Bibel erzählt von der Schöpfung. Sie erzählt davon, dass es zwischen all den ungezählten Sternen am Himmel unsere Erde gibt, die Gott als Lebensort gedacht hat für seine Pflanzen und Bäume, für seine Tiere, Fische und Vögel, und für seine Menschen, mit denen Gott zusammen leben will. Die Bibel lässt sich von keiner Urknalltheorie beirren. Dass es die Erde gibt, ist kein Zufall. Es ist ein Ausdruck von Liebe, von Gottes Liebe. Es ist ein Ausdruck von Gottes Güte. Gott mag nicht einsam und allein für sich bleiben. Gott sehnt sich nach Wesen, mit denen er sich verbünden, mit denen er gemeinsame Sache machen kann. Er richtet alles so ein, dass die Pflanzen und die Tiere und die Menschen ihre Freude daran haben.

Das erste, was Gott erschafft, habt ihr uns erinnert, ist das Licht. Ohne Gottes Licht gibt es auf der Erde nur Finsternis. Die Pflanzen, auch wenn sie keine Augen wie wir zum sehen haben, brauchen das Licht, um wachsen zu können. Das Licht, der Sonnenschein, macht Menschen glücklich. Das ist wohl der Grund, warum so viele Menschen missmutig sind und zu jammern anfangen, wenn es tagelang nicht aufhören will zu regnen, wenn die Wolkendecke einfach nicht aufreißen mag und alles grau in grau aussieht.

Und, ich stelle mir das zumindest so vor, dass es wahrscheinlich auch für blinde Menschen einen Unterschied macht, ob ihnen ein kalter Wind ins Gesicht bläst, oder ob sie die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut spüren.

Gottes Licht, dass er in unser Leben bringt, das sind die Worte, die er zu uns sagt; die Worte, die wir uns nicht selbst sagen können: dass wir alle, Männer und Frauen, Jungen und Mädchen in seinem Ebenbild erschaffen sind, das wir ihm gleichen, dass auch wir keine einsamen Wesen sind, das niemand von uns für sich alleine lebt

Das niemand von uns für sich allein glücklich wird. Wichtiger als alles, was wir über uns selbst denken und sagen, ist das, was unser Gott über uns sagt: Sieh da, sehr gut. Niemand von uns steht allein auf verlorenem Posten. Unser Gott kennt uns mit Namen. Fürchte Dich nicht, tröstet er die Menschen seines jüdischen Volkes. Fürchtet Euch nicht, tröstet Gott uns! In der Welt, die er für uns geschaffen hat, soll sich niemand fürchten müssen.

Gottes Geist schwebt über den Wassern, ganz wörtlich heißt es: er brütet. Gottes Geist brütet über den Wassern wie eine Henne über ihren Küken. Gottes Geist brütet aus, was da kommen soll. Auch das Wasser ist lebensnotwendig: für Pflanzen und Tiere und Menschen. Gott scheidet die Erde von den Wassern und stellt fest, dass es gut so ist. 70% der Erdkugel sind mit Wasser bedeckt und 30% sind festes Land. Wir wissen alle, dass ein Großteil dieses Wassers aus salzigem Meerwasser besteht, dass erst aufbereitet werden muss, um als Trinkwasser dienen zu können. Und trotzdem: so viel Wasser, überreichlich viel von diesem Lebensstoff.

Es liegt nicht an der Erde, es liegt nicht einfach am trockenen Klima in den heißen Ländern, wenn dort das Trinkwasser ein so knappes, kostbares Gut ist. Tanzania, haben wir während unserer Delegationsreise gelernt, ist grundsätzlich ein wasserreiches Land. Es bestände die Möglichkeit, viel mehr Brunnen zu graben. Manchmal wäre es nötig, tiefer zu graben. Das ist teuer und man braucht moderne Technik. Es wäre möglich, auch in den Dörfern Wasserleitungen zu legen, so dass die Frauen an manchen Orten nicht mehrmals an Tag das kostbare Nass auf dem Kopf herbeitragen müssten. Es ist Wasser da, aber nicht alle haben den gleichen Zugang dazu. Herr, zeige uns, was wir tun können, damit das anders wird.

Herr, hab Dank für unser klares, frisches Wasser, und für die Cola, für die Fanta, für die Apfelschorle, für den Kakao, für den Tee,für den duftenden Kaffee, für den Wein, den Du wachsen lässt, der des Menschen Herz erfreut.

Aller Augen warten auf Dich, Herr, und Du gibst Ihnen Ihre Speise zu Ihrer Zeit. Was gibt es nicht alles, was Gott in den verschiedenen Ländern dieser Erde wachsen lässt. Auch wir Europäer kennen heute Mangos und Ananas und Paradiesfrüchte. Und doch gibt es immer noch genug Nahrungsmittel, die so richtig vor allem die Leute kennen, die dort wohnen, wo es wächst. Bevor ich nach Tanzania gefahren bin, kannte ich Kochbananen nur vom Hörensagen, aber die Menschen dort lieben sie heiß und innig.

Ihr habt als erstes die Grundnahrungsmittel genannt: Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln. In ihrer großen Gastfreundschaft, in ihrem Wunsch, die Gäste zu verwöhnen, haben wir von den Leuten in Tambarare mehrmals all diese Grundnahrungsmittel in einer einzigen Mahlzeit bekommen. Die Menschen in Tambarare waren bereit, den Reichtum ihrer Nahrungsmittel mit uns zu teilen. Ich weiß nicht wirklich, wie viel sie das gekostet hat, und welche Auswirkungen dieses reichliche Geben für ihren Speiseplan der nächsten Wochen hat.

Wir danken Dir, Herr, für unser Gemüse, für die Möhren und die Paprika und die Gurken und die Tomaten und die Zwiebeln. Wir danken Dir für das leckere Obst, für Äpfel und Birnen und Orangen und Bananen und Pfirsiche und Nektarinen und Annanas. Ach, dass wir den Menschen, die diese Früchte angebaut haben, endlich auch im Großen einen fairen Preis zahlen, einen Preis, von dem sie leben können, der sie frei macht von ihrer bitteren finanziellen Abhängigkeit von uns.

Es ist kein Zufall, dass in Eurer Aufzählung etwas fehlt, dass bei den meisten von uns weiter einen festen Platz im Speiseplan hat: Fleisch und Wurst. Wir wissen, dass Jesus mit seinen Jüngern mehr als einmal Fisch gegessen, dass sie, um das Passfest zu feiern, einen geschlachtetes Lamm gegessen haben. Aber hier, bei der Erschaffung der Welt, ist das tatsächlich nicht vorgesehen: dass die Menschen Fleisch essen, und nicht nur die Menschen, auch die Tiere nicht. Es ist uns nicht verboten, Fleisch zu essen. Aber es ist auch kein Muss. Es ist kein Muss, riesige Mengen von Mais und anderen Grundnahrungsmitteln dafür zu verwenden, Herden von Schweinen und Rindern und Geflügel zu züchten. Es ist unsere Entscheidung. Es ist unsere Verantwortung.

Dann habt ihr auch noch von den Blumen gesprochen. Einerseits sind auch sie für manche Tiere wie die Bienen überlebensnotwendig. Uns Menschen kommen sie dennoch wie ein großer Luxus vor. Sie blühen auf, manche von ihnen für eine ganze Weile, aber viele von ihnen verwelken schnell. Trotzdem freuen auch wir Menschen uns sehr, dass es die Blumen gibt, dass sie ein Teil der Schöpfung sind, dass wir sie ansehen dürfen, über ihre Formen und Farben, über ihre Schönheit staunen. Ja, ihr habt Recht. Blumen machen fröhlich und sie können Menschen trösten. Es ist schön, einen Strauß Blumen oder eine Pflanze geschenkt zu bekommen. Ich habe mich schon als Kind sehr über die Pfingstrosen von der Mutter meines damals besten Freundes gefreut. Sie sind ein Zeichen, dass da jemand an mich denkt. Jesus erzählt von der Schönheit der Lilien auf dem Felde, die nicht säen und nicht ernten und Gott sorgt trotzdem für sie. Wenn schon Gott für die Lilien sorgt, die so bald wieder verwelken, wenn er sie trotzdem so schön gestaltet, wie viel mehr wird er für Euch sorgen. Jede Blumen ist auch ein Zeichen, ein Gruß von unserem Gott, dass er an uns denkt.

Alle gute Gabe in unserem Leben kommt her von unserem Gott. Alle Gute Gabe ist nicht auf Deinem und meinem Mist gewachsen. Alle Gute Gabe ist Gottes Geschenk, kommt aus seinem Überfluss. Gott hat diese Welt für uns geschaffen. Aber sie gehört uns nicht. Sie gehört nicht uns Europäern. Sie gehört nicht den Amerikanern. Es ist seine Welt. Auf ihr sind wir gemeinsam seine Gäste, Menschen aus allen Ländern dieser Erde. Dankt unserem Gott dafür, dass es so ist. Setzt Eure Hoffnung auf das, was er mit unserer Welt vorhat. Amen

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